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Wie alt ist mein Hund ?

 

                                                                  

 Hundealter

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Was ist Rasse ?

Ein Ordnungsbegriff der naturwissenschaftlichen Systematik, die Untergruppen einer Art durch bestimmte Erbmerkmale unterscheidet.

                                                     

Wie viele Hunderassen gibt es ?

Aus dem Stammvater Wolf wurden in vielen Jahrtausenden die verschiedensten Hundearten gezüchtet. Heute gibt es rund 400 verschiedene Hunderassen in aller Welt. Ständig werden neue Rassen gezüchtet.

                                                    

Was ist Rasse - Standard ?

Die Festlegung von Rassemerkmalen nach Größe u. Gewicht, nach Haararten u. deren Farben, nach  Ohren u. dazu gehört immer noch  ( mittlerweile mit Recht verboten )das Kupieren von Ruten, nach Ansicht der Menschen von " Hundeschönheit" ( rassig, rassisch), leider nicht immer zum Vorteil für den Hund. Zum Rasse - Standart gehörte das Kupieren von Ohren u. Ruten, schließlich wurden auch Hunde-Frisuren dazu erfunden. Rasse - Standards sollten die Zucht gesunder, wesensfester Hunde bestimmen u. nicht extremen Hundemoden dienen mit körperlichen Anomalien u. gesundheitlichen Schäden für den Hund.

Darum sollte die äußere Erscheinung u. Bewegung des Hundes in seiner Gesamtbeurteilung vor extremen Rassemerkmalen stehen, denn wichtiger als Rasse ist Gesundheit auch beim Rassehund.

                                                              

Was ist rassisch u. rassig ?

Die gesunde oder auch temperamentvolle, reizende Art. In dieser Beurteilung unterscheiden sich auch beim Hund die Geister.

Nenne sechs Haararten !

Lang-, Kurz-, Rauh-, Draht-, Stock- u. Glatthaar. Es gibt auch Mischungen dieser Haararten.

Was versteht man unter Unterwolle ?

Weiche, dichte, meist feine, kurze Haare, die der Wärmeisolierung des Fells dienen.

Was versteht man unter Aalstrich ?

Ein dunkler Haarstreifen entlang der Wirbelsäule.

Welche Farben gibt es ?

Die Grundfarben sind schwarz, weiß, rot u. braun. Daraus wurden viele Mischfarben, auch gefleckt u. gestromt u. neufarben, z.B. silber und apricot gezüchtet.

Was ist "Stummelrute"?

Die Länge der Rute entspricht nicht mindestens der halben Länge des Rumpfes.

Was ist die "Knickrute"?

Die Wirbel der Rute zeigen eine Verschiebung oder Verdrehung gegeneinander. Schwierig zu entscheiden ob angeboren ( Erbfehler ) oder verletzungsbedingt. Eine Röntgenuntersuchung kann notwendig sein.

Was ist die "Fahne"?

Lange Haare an der Rutenunterseite.

Was ist eine "Katzenpfote"?

Kleine, runde Pfote mit geschlossenen Zehen, bei Rassehunden die am meisten vorkommende Pfotenform.

Was ist eine "Hasenpfote"?

Es sind ovale, flache Pfoten.

Was sind "Afterkrallen"?

Auch Wolfskralle genannt, eine verkümmerte fünfte Zehe an den Innenseiten der Hinterläufe. Sie wird, wenn vorhanden, zumeist bereits beim Welpen entfernt, da sie verletzungsanfällig ist. Bei manchen Rasse wiederum, wie beim Pyrenäenberghund oder beim Briard gehören sie zum Rassestandart.

Was bedeutet "Monorchismus"?

Es befindet sich nur ein Hoden im Hodensack. Diese Rüden sind zwar zeugungsfähig, werden aber von der Zucht ausgeschlossen.

Was bedeutet "Kryptorchismus"?

Es fehlen beide Hoden im Hodensack ( Skrotum). In vielen Fällen befinden sich die Hoden dann in der Bauchhöhle oder im Leistenkanal. Der Rüde ist nicht zuchttauglich.

Der Gesamteindruck - was ist ...

Harmonisch: Gut proportioniert entsprechend der Rasse und des Alters, ein Vollentwickelter Hund mit gutem Gesamteindruck. Gedrungen: Kräftiger, fast quadratische Körperbau, stämmig, tiefer Brustkorb, kurzer Hals mit mächtigem Kopf, muskulöse Vorder u. Hinterhand. Trocken: Schlanker, drahtiger Körper, ohne jeden Fettansatz, fest anliegende Haut, unter der sich kräftig entwickelte Muskeln deutlich abzeichnen. Nicht zu verwechseln mit dem mageren Hund. Windig: Schwachgliedrig, Gewicht u. Größe im Missverhältnis, seichter Brustkorb mit schlechtem Übergang zum Bauch, schwache Muskulatur. Unfertig: Zu jung oder seinem Alter entsprechend noch nicht voll entwickelt in Gebäude, Fell, Kopf, Ohren u. Rutenhaltung.

Wann Zuchtverbot ?

Verboten ist die Zucht von Rassehunden, wenn sie erbkranke Mängel vorweisen wie: Unterbeißer, Überbeißer, Knick oder Stummelrute, Hodenfehler, Knicker, abgesetzte Brust, Hüftgelenksdysplasie ( ab mittlerer), schwere Pigmentfehler, nicht dem Rassestandart entsprechend, andere körperliche Schäden oder Krankheiten aufweisen.

Nenne die Klasseneinteilung bei einer Sonderschau .

a) Welpenklasse bis 9 Monate: Ohne Titelvergabe. Beurteilung bis viel versprechend.

b) Jugendklasse( 9-15 Monate kleine u. mittlere Rassen; 9-18 Monate große Rassen): Mit Titelvergabe. Max. Formwert ist Sehr gut Jugend/ AW - Jugendsieger.

c) Offene Klasse: Mit Titelvergabe. Max. Formwert ist vorzüglich/ CACIB.

Was heißt CACIB ?

CACIB ist die Abkürzung von Certifikat d'Aptitude au Championat International de Beaute " u.heißt der Befähigungsnachweis für das Internationale Schönheits - Championat.

Wann kann das nationale- u. wann das internationale Championat vergeben werden ?

Nationale: Nach erreichen von drei CACIB innerhalb Deutschlands. Zwischen erster u. lezter Vorstellung müssen mindestens 365 Tage liegen.

International: Wie oben, jedoch einmal im Ausland.

Was ist "HD"?

Hüftgelenksdysplasie, eine Erkrankung mit zu flacher Ausbildung der Gelenkpfanne ( Schlaffheit der Bänder und Kapsel), die zu schweren Bewegungsstörungen der Hinterhände ( Unsicherheit, schlechter Gang, Taumeln) bis zur Lähmung führt. Eine Erkrankung, die auf erbliche Veranlagung, aber genauso auf Umwelteinflüsse ( Ernährung, Haltung) zurückzuführen ist. Zuchtverbot für erkrankte Hunde, ab mittlerer HD.

Was ist "Überbaut"?

Von überbaut sein spricht man, wenn die Kruppe höher steht als der Widerrist.

Was ist ein "Karpfenrücken"?

Ein nicht flacher, gerader, sondern hochgewölbter Rücken.

Was versteht man unter "Hirschhals"?

Ein nach dem Hinterhauptbein Aufgewölbter Nacken. Der Übergang zum Widerrist verläuft nicht fließend, sondern abrupt ( Airedale u. Foxterrier z.B.).

Was ist eine lose Schulter ?

Die Schulterblätter liegen nicht fest am Körper, sondern sind nach auswärts gedreht, so das der Körper zwischen den Läufen zu hängen scheint.

Was ist "Fassbeinig"?

Eine O-beinige Stellung der Hinterhand.

Was ist "Kuhhessigkeit"?

Damit wird der Hackenenge Stand der Hinterläufe beschrieben.

Was ist ein "Knicker"?

Der Hund hat lose, zu weit nach vorn gesetzte Schultern, kurze Oberarme, nach auswärts gedrehte Pfoten. Dadurch entsteht ein Vorbiegen des Handgelenks, das so genannte Knicken oder Überstürzen.

Was ist "Hühnerbrust"?

Ein stark hervorstehendes Brustbein, zu viel u. zu spitze Vorbrust, wird auch abgesetzte Brust genannt.

Was nennt man "Lederohr"?

Blanke, haarlose Stellen an sonst behaarten Ohren.

 

Was ist ein Vorbiss ?

Die Schneidezähne des Unterkiefers stehen über die des Oberkiefers hinausvor. ( Wird auch Überbeißer genannt.)

Was ist ein Hinterbiss ?

Die Schneidezähne des Unterkiefers berühren nicht mindestens die Zahnwurzel der Oberkieferzähne. ( Wird auch Unterbeißer genannt).

( Bei vielen Rassen, z.B. Boxer, ist der Vorbiss Rassemerkmal. Bei anderen Rassen sind Vorbiß und Hinterbiss Zuchtausschließende Rassefehler, gefordert und normal beim Hund ist das Scherengebiss).

Wie viele Zähne hat das Welpengebiss ?   -  28 Zähne.

Wie viele Zähne hat der erwachsene Hund ?

42 Zähne, davon 20 im Oberkiefer und 22 im Unterkiefer.

Was ist ein Staupegebiss ?

Verkümmerte meist braune Zähne als Folge einer durchgemachten Staupe anlässlich des Zahnwechsels.

Wann beginnt der Zahnwechsel ?

Die Zahnung beim Welpen beginnt im Alter von ca. drei Wochen und ist dann nach etwa zwei Wochen babgeschlossen ( Milch Gebiss). Im vierten Monat setzt die zweite Zahnung ein ( Zahnwechsel), die in der Regel nach zwei Monaten beendet ist.

Was versteht man unter "STOPP"?

Es ist der Stirnabsatz zwischen Schädel und Nasenbein.

Was versteht man unter "Ramsnase"?

Im Profil gesehen, stark gebogener Nasenrücken (z.B. Bullterrier).

Erläutere den Unterschied zwischen Aktivem u. passivem Bewegungsapparat.

Aktiver: Besteht aus Skelettmuskulatur. Passiver: Besteht aus Knochen und Gelenken.

Was ist ein Nabelbruch ?

Meist angeborene und vererbliche Nabelkrankheit, die beim Hund häufig vorkommt. Die Durchtrittsstelle der Nabelgefäße hat sich nicht geschlossen, sondern ist offen geblieben, so das Darmteile in den außen von der Haut und innen vom Bauchfell umgebenen, äußerlich geschlossenen, sog. Bruchsack eingetreten sind. Im allgemeinen ist dieses Leiden unerheblich, kann aber zu Störungen führen. Die Behandlung muss tierärztlich und frühzeitig durchgeführt werden.

Was ist Merle-Faktor ?

Ein Erbdefekt (gleich Albinismus), besonders häufig bei getigerten, gesprenkelten oder gescheckten Hunden. Pigmentzellen und das zentrale Nervensystem haben einen gemeinsamen Ursprung (das äußere Keimblatt), ein erheblicher Pigmentverlust kann deshalb mit Störungen in anderen Organsystemen verbunden sein. Die Folgen sind Blindheit, Taubheit, fehlender Gleichgewichtssinn bis Missgeburten von Welpen ohne Augen, Ohren und Gehörgänge.

Bei welchen Rassen kommt blue merle vor ?

Bei Collie, Sheltie, Welsh Gorgi. Es sind Modefarben die mit dem Merle Defekt gezüchtet wurden.

Was ist ein Fischauge ?

Die Farben der Augen sind außen dunkel und werden nach innen immer heller.

Was ist ein Ektropium?

Die Auswärtsstülpung des Lidrandes ( offenes Auge), häufig beim Bernhardiner, Dogge, Basset, Spaniel, Boxer, Rottweiler. Das Herabhängen des unteren Augenlides mit einer ungewöhnlich weiten Lidspalte führt zu dauernden Reizungen und Entzündungen des Auges. Eine vererbbare Veranlagung. ( Bei Ektropium und Entropium sind operative Behandlungen möglich.)

Wie wird die Zahnstellung bewertet ?

Immer vom Unterkiefer. Da der Oberkiefer fest mit dem Kopf verbunden und nur der Unterkiefer beweglich ist, kann auch nur hier eine Gebissabnormität auftreten. Der Unterkiefer muss also in den Oberkiefer hineinwachsen.

Was ist ein Scherengebiss ?

Die oberen Schneidezähne greifen wie eine Schere über die unteren Schneidezähne. Das normale Hundegebiss.

Was ist ein Zangengebiss ?

Die Kanten der oberen und unteren Schneidezähne beißen wie eine Zange aufeinander. Kein Gebissfehler.

 

 

Warum fressen Hunde Kot?

Besitzer sind oft entsetzt, wenn sie ihren Hund dabei erwischen, dass er sich beim Spaziergang intensiv mit seinem Häufchen auseinandersetzt. Beliebt ist bei Hunden scheinbar auch die Aufnahme von fremden Kot, sei es dem von Artgenossen oder dem von anderen Tieren wie Kühen, Pferden oder Schweinen. Das ist zwar nicht besonders appetitlich, hat aber im Verhaltensrepertoire des Hundes durchaus seinen Sinn: Kothaufen sind auch Reviermarkierungen, die von jedem Hund mit seiner speziellen "Duftmarke" versehen werden. Für den Hund handelt es sich bei dem Geruch also nicht um etwas Abstoßendes, sondern eher um etwas Interessantes. Das zeigt auch die Neigung vieler Hunde, sich  z.b. in frisch gedüngten Feldern ausgiebig zu wälzen und ganz stolz mit ihrem neuen "Parfüm" zum Besitzer zurückkehren. Dennoch sollte die Koprophagie, wie die Aufnahme von Kot  in der Fachsprache heißt, nicht toleriert werden.

Eine Ausnahme bilden Welpen, denen der aufgenommene Kot dabei hilft einen Teil ihrer Darmflora aufzubauen, und Hundeeltern, die den Kot ihres Nachwuchses fressen, um das Lager und seine Umgebung sauber zu halten.

Ansonsten ist dieses Verhalten jedoch nicht nur unerfreulich, sondern auch gefährlich: Die Hunde können sich mit Parasiteneiern und Bakterien infizieren- eine regelmäßige Entwurmung ist in solchen Fällen Pflicht. Oft fällt es schwer, den Hunden dieses Verhalten abzugewöhnen, vor allem, wenn eine Erkrankung daran beteiligt ist. Manche Hunde sind nicht in der Lage, genug Verdauungsenzyme zu produzieren und scheiden deshalb teilweise unverdauten Kot aus. Diesen fressen sie dann, um sich mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Typische Zeichen sind Abmagerung trotz ständigen Heißhungers und breiiger, heller Kot. Abhilfe schaffen Verdauungsenzyme, die ins Futter gegeben werden und die Nahrung Vorverdauen.

Mineralstoff-, Vitamin oder Energiemangel können ebenfalls Koprophagie bewirken, beispielsweise bei "Hochleistungssportlern" wie Schlittenhunden oder Rennhunden. In der Regel sind aber Hunde, die mit Fertigfutter ernährt werden, vollständig versorgt.

In den meisten Fällen liegt dem Kotfressen allerdings ein Verhaltensproblem zugrunde: Die Hunde sind nicht gefordert, langweilen sich, erhalten nicht genug menschliche Zuwendung oder werden viel allein gelassen. Hinzu kommt, dass Besitzer meist auf die Koprophagie reagieren und dann zwar ungehalten sind, aber dem Hund immerhin Aufmerksamkeit schenken. Das kann ein solches Verhalten verstärken.

Wenn alle diese Ursachen ausgeschlossen sind, kann versucht werden, dem Hund diese Unart abzugewöhnen, indem man seinen Kothaufen z.B. mit Cayenne-Pfeffer präpariert und ihm dann die Möglichkeit gibt, diesen aufzunehmen. Lässt sich der Hund dadurch abschrecken, sollte er zunächst keinerlei Zugang zu weiteren Kot mehr haben. Nach einer Woche wird ihm als Test erneut ein präparierter Haufen präsentiert, natürlich stets, ohne dass er eine menschliche "Einmischung" erkennen kann. Dies muss solange wiederholt werden, bis der Hund gelernt hat, Kot zu meiden, was unter Umständen einige Zeit dauern kann.

Was tun?

- zum Ausschluss von Erkrankungen: Tierarztbesuch

- artgerechte Ernährung mit besonderer Berücksichtigung einer täglichen ausgewogenen Versorgung mit allen lebensnotwendigen Mineralstoffen und Vitaminen

- liebevoll - disziplinierte Erziehung

- saubere und hygienische Haltung auf genügend großem Raum

- reichlich Auslauf oder sonstige Bewegung des Hundes.