hundekrankheiten
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Sonnenstich u. Hitzeschlag! Der Sonnenstich " Insolatio" entsteht durch andauernde starke Bestrahlung des Kopfes in praller Sonne, kommt aber normalerweise beim Hund, der Behaarung wegen, nur selten vor. Betroffen davon sind hauptsächlich Hunde mit angeborener Kurzschnäuzigkeit, wie Pekinesen u. Bulldoggen, wobei als auslösende Faktoren noch Fettsucht und Aufregung hinzukommen können. Es kommt dabei zu Dyspnoe ( Atemnot), Hecheln, Erbrechen, Tachykardie und Taumeln. Kühlung mit kaltem Wasser und das sofortige verbringen der Tiere in gekühlte, dunkle Räume ist das gebot der Stunde. Obendrein ist die Verabreichung von Kreislaufmitteln ( Cralonin), " Belladonna -Homaccord", " Spigelon" u. Sedativa anzuraten. Eine gefährliche Form der Insolation ist der Hitzeschlag. Besonders anfällig sind ebenfalls Kurzschnäuzige Hunde, sowie Hunde, behaftet mit Adipasitas ( Fettsucht), Herzklappenfehlern und Nierenerkrankungen bei längerem Aufenthalt in der Sonne. Besonders Ziehhunde u. Fährtenhunde bei der Arbeit, sowie Hunde auf der Jagt, in schwüler Luft bei gleichzeitiger starker Sonnenbestrahlung u. auch Hunde, die in geschlossenen der prallen Sonne ausgesetzten Autos befinden, sind vorwiegend davon betroffen. Es entsteht eine Schädigung des Gehirns und des verlängerten Marks durch übermäßige Erwärmung, so das dadurch die Tätigkeit Lebenswichtiger, nervöser Zentren ( Gefäße, Atmung ) gestört oder ausgeschaltet wird. Die Klinischen Erscheinungen bestehen in Schwäche, Mattigkeit u. stark reduziertem Allgemeinbefinden. Unsicherer Gang, Atemnot, Hecheln, Schweißausbruch, sehr hohe Körpertemperatur ( bis 44 grad Celsius), Kreislaufschwäche, Tachycardie, Erbrechen, wässrig-blutiger Durchfall, Exsikose ( Austrocknung), plötzliches zusammenstürzen mit Bewusstlosigkeit, Zuckungen u. Krämpfe sind signifikante Symptome des Hitzeschlages, die schließlich in plötzlichem Tod enden können. Bei der Behandlung gilt als oberstes Gebot der Stunde, die Tiere auf schnellstem Wege in schattige oder gekühlte Räume ( Keller) zu bringen u. für allgemeine u. örtliche Abkühlung durch frische Luft, kaltes Duschen, Eis oder Katlwasserumschläge am Kopf u. für Künstliche Atmung zu sorgen. Für reichliche Wasserzufuhr ist obendrein Sorge zu tragen. Ferner sind Infusionen von Kochsalzlösungen u. Sorbit, Excitantien bei Kreislaufschwäche ( starker Kaffee, Cardiazol, Effortil, Cralonin), Belladonna- Homaccord, Spigelon, sowie Calcium u. Diuretika zu geben. Bei Tachycardie u. Schock sind außerdem noch Sedative ( Beruhigungsmittel) angebracht. Um Atemerleichterung zu verschaffen, gibt man einigeTropfen Essig oder Zitrone auf die Zunge.
Notfall - was tun? Die sofortige umsichtige u. mit Ruhe durchgeführte erste Hilfe ist bei Mensch sowie Hund oft ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Erkrankung. Steht der Hund unter Schock, z.b. nach einem Autounfall, kann es passieren, das er Abwehrbewegungen macht oder selbst nach dem eigenen Herrn schnappt u. die Absicht der Hilfeleistung nicht erkennt. In diesem Fall ist es angebracht, mittels Tuch oder Mullbinde aus dem Verbandskasten einen Behelfsmaulkorb anzufertigen. Der Kopf wird vom Nacken her fixiert, ein Band über den Fang gelegt, unter dem Kiefer verknotet u. hinter den Behängen mit einer Schleife fest zugebunden. Maulkorb nicht anwenden bei Verletzungen im Fang u. Rachenbereich und bei Erbrechen, hier droht Aspirations--u. Erstickungsgefahr. Bei Herz-Kreislauferkrankungen, Hitzeschlag u. starkem Hecheln sollte man von der Anwendung des Maulkorbes auch Abstand nehmen. Wichtig ist die Beruhigung des Hundes, gutes zureden, vorsichtige Kontaktaufnahme, das Vermeiden neuer Schmerzen, sind die Voraussetzungen, das der Hund zur Ruhe kommt, sich aus der Schockwirkung löst u. die Hilfsbereitschaft erkennt. Bei schweren Verletzungen ist der Tierarzt abzuwarten, um dem Unglücksraben weitere unnötige Schmerzen zu ersparen. Der Transport eines verunglückten Hundes erfolgt am schonendsten mittels einer Decke, auf die er gelegt wird. Zwei Personen fassen die Decke an den vier Zipfeln an und tragen ihn wie in einer Hängematte. Die verletzten Gliedmaßen werden auf diese Weise langsam u. gleitend, nicht ruckartig bewegt, so das plötzlicher Schmerz nicht zu unkontrollierten Bewegungen führen kann. Fremdkörper, z.b. eingetretene Glasscherben, in der Wunde belassen, da man durch das herausziehen eine starke Blutung auslösen kann. Die Wunde locker abdecken und den Gegenstand vom Tierarzt entfernen lassen. Nach einem Unfall sollte man sich Harn u. Kotabsatz genau ansehen und dem Tierarzt Veränderungen mitteilen. Es wird die Diagnosefindung erleichtern ( z.b. blutiger, dunkler Urin, schwarzer blutiger Stuhl). Auf dem Transport ist für bequeme Lagerung sorge zu tragen. Verletzte Gliedmaßen abpolstern, auf die gesunde Seite legen. Der Besitzer sollte beim Hund sitzen u. beruhigend auf ihn einwirken.
Blutungen ! Schlagaderblutungen sind am Stoßweisen austreten hellroten Blutes zu erkennen. Durch Verminderung des Blutvolumens droht der Hämorrhagische Schock, deshalb sofortiges Anlegen eines Druckverbandes. Wenn nichts anderes zur Hand, kann man fest zusammengelegte Taschentücher auf die Wunde legen u. mit einem Socken ( oder zwei zusammengebundenen), Selbstbinder oder Unterhemd fest umwickeln, bis die Blutung zum Stillstand kommt. Den Verband lieber zu fest als zu locker anlegen. Ist die Verletzung an einer Stelle, die nicht durch einen Notverband abgebunden werden kann, muss die Ader mit den Fingern komprimiert werden. Blutungen an den Läufen können mittels Leine, Tüchern ( zusammengedreht) oder Hosenträgern abgebunden werden. Man legt das Zusammengerollte Tuch um die entsprechende Extremität, möglichst nicht in Gelenksnähe ( um Nervenschädigungen zu vermeiden), verknotet es und schiebt einen Kugelschreiber oder kleinen Ast unter den Knochen u. dreht so lange, bis die Blutung aufhört. Die abgebundene Extremität wird hoch gelagert. Eine solche Abbindung darf höchstens 1 1/2 Stunden belassen werden, da sonst Zell-bzw.-Gewebsuntergang eintritt. Zur Abbindung ungeeignet sind Stricke, Bindfaden, Schnürsenkel u. dgl., da sie oft Dauerschäden setzen, die zum Verlust der Extremität führen können. Auch schwach oder nicht blutende Wunden müssen durch einen Verband vor weiteren Verschmutzung geschützt werden. Steht kein Verbandskasten ( im Auto) zur Verfügung, kann aus Taschentüchern ( keine Papiertaschentücher), Kopf, Halstüchern ein lockerer Notverband angelegt werden. Sitzt der Verband zu streng, können Durchblutungsstörungen eintreten. Schwellungen sind ein Anzeichen dafür. Verband dann sofort lockern.
Knochenbrüche ! Die Bruchstelle wird z.b. mit Hilfe eines Pullovers, Anoraks gepolstert u. danach mit zwei Holzstöckchen geschient. Um diese zu fixieren, werden sie nochmals umwickelt. Offene Brüche möglichst nur mit sterilem Verbandsmaterial leicht abdecken u. ganz locker mit einem Tuch oder Binde umwickeln. Beim Transport gut abpolstern und den Hund vom lecken der Wunde abhalten.
Fremdkörper im Rachen ! Mit den Händen oder besser mit zwei Stoffschlingen den Fang öffnen u. per Hand oder mittels Pinzette den Fremdkörper entfernen. Sollte dies nicht möglich sein, dann sofort zum Tierarzt. Dieser kann durch Röntgen die genaue Lage des Fremdkörpers feststellen u. gegebenenfalls Operativ entfernen.
Verätzungen des Auges ! Spülen, Spülen, Spülen.
Verbrennungen ! Sofortige Kühlung mit kaltem Leitungswasser ( 20 grad). Das Wasser muss unbedingt sauber sein, damit keine Keime in die Brandwunde eingeschleppt werden. Stehende Gewässer, verschmutzte Brunnen und Bäche sind ungeeignet. Am besten ist kaltes Wasser in der Badewanne oder einem Eimer. Das kalte Wasser solange einwirken lassen, bis die Schmerzen nachlassen, meist nach 15 - 20 Min. Bei großflächigen Verbrennungen den Körper - nicht die verbrannten Stellen - abdecken, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Weiter Behandlung durch einen Tierarzt ist auf jeden Fall erforderlich.Kein verbinden oder Abdecken von verbrannten Stellen ! Auf keinen Fall dürfen Brandwunden mit Öl, Fett, Brandsalbe oder Mehl bestrichen oder gar mit Brandbinden umwickelt werden. Alle diese so genannten Volksmittel verhindern den Sauerstoffzutritt zu der geschädigten Haut und verschlimmern dadurch die Verbrennung, außerdem sind diese Mittel nicht Keimfrei. Brandblasen dürfen niemals geöffnet werden !
Atemstillstand ! Sofortige Benachrichtigung des Tierarztes. Hund beatmen, Große Hunde 15-20 mal pro Minute, kleine 20-30 mal. Dabei wird der Fang mit beiden Händen zugehalten, der Kopf nach hinten überstreckt und über die Hundenase beatmet. Mundhöhle und Rachen auf Erbrochenes kontrollieren.
Herzstillstand ! Bei ruhenden Hunden ist der unregelmäßige Herzschlag normal. Bei großen Hunden schlägt das Herz 70-100 mal in der Min., bei kleinen 100-130 mal,- bei jungen Hunden ist Atmung und Pulszahl noch zusätzlich erhöht. Der Herzschlag ist mit der flachen an die linke Brustwand gelegte Hand u. in der Mitte der Innenfläche des Oberschenkels zu fühlen. Bei Herzstillstand - keine fühlbaren Pulse, kein fühlbarer Herzschlag- den Hund rütteln, schütteln, auf die rechte Seite legen, der Brustkorb wird in höhe des Herzens mit aufeinander gelegten Händen, wobei sich der Daumenballen in Herzhöhe befindet, komprimiert. Dies bei großen Hunden. Bei kleinen kann man die Herzmassage mittels Zeige u. Mittelfinger durchführen. Bitte nicht mit Gewalt, da sonst Rippenbrüche drohen. Es muss mit Nachdruck darauf hingewiesen werden, das durch die Kompression der Brusthöhle bei der Herzmassage keine Künstliche Beatmung der Lunge erfolgt. Ohne genügende Beatmung kann eine Herzmassage nicht erfolgreich sein. Es muss also gleichzeitig eine ausreichende Beatmung in Form der Technik Mund zu Nase eingeleitet werden. Steht ein zweiter Helfer zur Verfügung, so führt der eine die Herzmassage u. der zweite die Atemspende durch, ohne das es hierbei zu einer Unterbrechung des Atemrhythmus oder der Herzmassage kommt. Hierbei hat sich der Zyklus 5:1 bewährt, d.h. auf 5 Herzkompressionen erfolgt ein Atemstoß. Man beginnt mit dem Atemstoß. Ist nur ein Helfer vorhanden, so muss er abwechselnd die Atemspende und die Herzmassage durchführen. Hier hat sich der Zyklus 15:2 bewährt d.h. auf 15 Kompressionen in 15 Sek. erfolgen 2 Atemstöße. Dies wird solange fortgeführt, bis Herzschlag u. Atmung wieder selbstständig einsetzen bzw. der Tierarzt kommt.
Insektenstiche ! Bei bekannter Allergiebereitschaft des Hundes sollte man für den Notfall immer ein vom Tierarzt verordnetes Antihistaminika mit sich führen. Ansonsten kalte Alkoholumschläge u. Antihistamin - Salbe auf die Schwellung. Bei mehreren Stichen bzw. Stich im Rachenbereich, sofort den Tierarzt aufsuchen.
Vergiftungen ! Erscheinungsformen: Speicheln, Müdigkeit, Koliken, Erbrechen, Durchfall, Bewustsensstörungen, Zittern, Verengung der Pupille, Muskelzucken, Taumeln, blutiger dunkler Urin, Krämpfe, Atemstörungen, Blutungen an den Schleimhäuten, Haarausfall. Wenn möglich, Gift feststellen, Packung oder Probe, auch Erbrochenes oder Stuhlprobe mit zum Tierarzt nehmen. Je schneller der Hund in tierärztlich Behandlung kommt, desto größer seine Überlebenschancen.
Durchfall ( Hausrezept ) Man nehme einen nicht zu sauren Apfel und reibt diesen ganz fein, danach läßt man den geriebenen Apfel solange stehen, bis er gut braun geworden ist, ca. eine 1/2 Stunde. Mit einem Teelöffel füttert man den Hund damit. Danach sollte es mit dem Durfall besser werden. Dackellähme Dackel leiden im Alter, gelegentlich sogar schon in jungen Jahren, an der schlimmen Dackellähme. Sie kann auch andere Rassen ( Pudel, Pekinesen, Spaniels) befallen. Dackel sind mit ihrem langen Rücken aber besonders gefährdet. Die Erscheinungen reichen von einer unauffälligen Steifheit bis zur totalen Lähmung des Hinterteils. Viele Besitzer kennen schon die Krisenzeiten im Frühjahr und Herbst. Ursche ist eine Verspannung der Rückenmuskulatur bis zum vollständigen Bandscheibenvorfall. Wie beim Rheuma helfen auch hier Wärme und Einreibungen der hart erscheinenden Rückenmuskulatur. Bei stärkeren Schmerzen und Lähmungen unbedingt den Tierazt einschalten, der mit Spritzen, Bestrahlungen, ja sogar Chiropraktik helfen kann. Das Krankheitsbild ist sehr vielgestaltig, und daher gibt es keine einheitliche Behandlung. Eine Aussage über den Verlauf läßt sich nur schwer machen. Generell gilt, das auch bei schwersten Lähmungen noch Hoffnung besteht, solange Schmerz vorhanden ist. Leichte Bewegung ist gut, wenn es die Schmerzen zulassen. Bei Treppen sollten Sie den Hund aber unbedingt tragen. Die Dackellähme muß und kann intensiv behandelt werden. Haben Sie Geduld, einige Wochen gehen leicht darüber hin. Wichtig ist, das Sie bei dem immer möglichen Rückfall schnell reagieren: Wärme in jeder Form, leichte Bewegung ohne Anstrengung und Tabletten oder Zäpfchen nach Vorschrift. Zäpfchen habe hier Vorteile. Das Hantieren mit dem Kopf beim Tabletteneingeben kann sehr schmerzhaft sein, und die Zäpfchen führen zusätzlich etwas ab. Wurmkuren gegen unerwünschte Kostgänger. Spulwürmer, können bei Junghunden zu Verdauungs und Entwicklungsstörungen, zu Vergiftungserscheinungen und sogar zum Tod führen. Fast alle Welpen werden im Mutterleib mit Spulwürmern infiziert. Die ersten Wurmkuren soll schon der Züchter durchführen. Junghunde werden vierteljährlich entwurmt.Ältere Hunde beherbergen nur noch einzelne Würmer. Sie richten zwar keinen großen Schaden an, sind aber eine ständige Infektionsquelle. Hündinnen sollten sechs Wochen nach jeder Läufigkeit, Rüden einmal jährlich entwurmt werden. Bei festgestelltem Wurmbefall ist eine sofortige Entwurmung mit einer Wiederholungsbehandlung nach zwei bis drei Wochen erforderlich. Rohe Möhren garantieren keine Wurmfreiheit. Wirksame und verträgliche Mittel sind verschreibungspflichtig. Sie wirken auch gegen andere Rundwurmarten, zum Beispiel gegen Hakenwürmer. Spulwürmer sind auf ihre Wirtstierarten spezialisiert; wenn der Mensch Hundespulwurmeier aufnimmt, schlüpfen zwar Larven und beginneb ihre Wanderung im Körper, sie bleiben jedoch in Organen oder Muskeln stecken und können dort schmerzhafte Entzündungen verursachen. Besonders gefährdet sind "Krabbelkinder". Wurmkuren dienen daher auch dem Gesundheitsschutz der Familie. Auf Kinderspielplätzen haben Hunde nichts zu suchen. Bandwürmer, brauchen für ihre Etwicklung stets einen Zwischenwirt. Für den Hundebandwurm ist dies der Floh. Er nimmt die Wurmeier auf, aus denen sich eine Finne entwickelt. Der Hund knackt den Floh - die Finne wächst im Hundedarm zum fertigen Bandwurm aus. Mit dem Kot erscheinen nach geraumer Zeit einzelne kürbiskernförmige, anfangs noch bewegliche Bandwurmglieder oder ein längeres, deutlich gegliedertes Wurmende. Die meisten Spulwurmmittel sind gegen Bandwürmer unwirksam. Heute gibt es aber gut verträgliche und sicher wirkende Bandwurmmittel. Zur Bandwurmkur gehört stets eine Flohbehandlung von Hund und Lager. Besonders bei Jagthunden kann auch der gesägte Bandwurm auftreten, dessen Zwischenwirte Hasen und Kaninchen sind. Andere Bandwurmarten, die durch Fisch oder Wild, Rinder oder Schafeingeweide übertragen werden, kommen seltener vor. Dazu zählt der dreigliedrige Bandwurm, der auch dem Menschen gefährlich werden kann. Der Hund sollte zur Vorbeuge keine rohen Konfiskat, Innereien erhalten und daran gehindert werden, Kadaver von Wildtieren aufzufressen. Für Menschen besonders gefährlich ist der vor allem in einigen Gegenden Süddeutschlands verbreitete Fuchsbandwurm, der auch durch Hunde übertragen werden kann. Neben regelmäßigen Bandwurmkuren ist es die beste Vorbeuge, den Hund in Wald und Flur anzuleinen.
Gefahren für die menschliche Gesundheit ? Impfungen und Wurmkuren schränken Ansteckungdgefahren ein. Hygiene tut ein übriges: Selbstverständlich hat der Hund sein eigenes Lager und Futtergeschirr; beides ist peinlich sauber. Rasen und Wege werden von Hundekot freigehalten. Der Hund wird so erzogen, das er das Gesicht nicht ableckt. Das Belecken der Hände ist Ausdruck seiner Zuneigung. Man darf sie dulden, denn man kann sich die Hände anschließend waschen. Vorsichtig können Lager, Hütte und andere hygienegefährdete Stellen und Gegenstände regelmäßig desinfizieren. Die Mittel sollen gegen Viren, Bakterien und Pilze wirken. Zur Schnelldesinfektion eignet sich ein Desinsektspray, der auch Ektoparasiten abtötet. Besonders angezeigt sind solche Maßnahmen, wenn der Hund eiternde Wunden, Ekzeme, Furunkel oder eine Vorhaut-,Zahnfleisch-oder Mandelentzündung hat. Diese Infektioen sind konsequent zu behandeln. Eitererreger können auch beim Menschen Komplikationen verursachen. Vorsicht ist stets bei schlect heilenden oder sich ausbreitenden Exzemen geboten: Räudemilben sind zwar auf Tierarten spezialisiert, können jedoch auch beim Menschen jukende Hautrötungen verursachen. Hautpilzinfektionen sind auf Menschen übertragbar. Daher sollte man umgehend eine Spezialuntersuchung und Behandlung veranlassen. Pilzinfektionen entstehen nur, wenn sich die Erreger länger als 12 bis 24 Stunden auf der menschlichen Haut einnisten können. Gründliches Waschen bannt die Gefahr. Zusätzliche Sicherheit bietet ein Handdesinfektionsmittel, das nach Berührung verdächtiger Stellen oder Ausscheidungen in die Hände eingerieben wird.
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Die HD (Hüftsgelenksdysplasie) ist eine erblich bedingte Fehlbildung des Hüftgelenkes. Hüftgelenkspfanne und Oberschenkelkopf sind nicht passend für einander geformt. HD kann ein- oder beidseitig auftreten. Fortschreitende Arthrose begleitet von starken Schmerzen sowie Einschränkungen in der Bewegung sind die Folge der ungleichmäßigen Belastung. Nur durch Röntgenuntersuchungen die in Narkose oder Sedierung durchgeführt werden müssen kann eine zweifelsfreie HD-Diagnose gestellt werden. Behandlungsmethoden waren bisher Schmerzbehandlung und oder schwierige Operationen wie z.B. ein künstliches Hüftgelenk.
Nun gibt es eine sehr einfache schnelle und preiswerte Operation, die dem Hund die Schmerzen nimmt. (Denervation der Hüftgelenkskapsel)Bei dieser Operation werden die schmerzleitenden Nervenfasern des Hüftgelenkes durch einen kleinen Schnitt bzw. durch Durchscharben mit einem scharfen Löffel abgetragen bzw. durchtrennt.Als Folge der gelungenen Operation kann man schon nach 24 Stunden eine erhebliche Verbesserung beim Hund beobachten.Schmerzfreies Laufen ermöglicht eine bessere Schmierung des Gelenkes, Aufbau der in Mitleidenschaft gezogenen Muskulatur und Beseitigung der Fehlstellung, die Folge der großen Schmerzen war.Die Erfolgsquote liegt derzeit bei bis zu 95% und stellt eine völlig neue Perspektive da. |
Beim Doctor
Fieber messen
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Bereich Zucht und Aufzucht
7 Eckpfeiler der WelpenaufzuchtVerantwortung von Anfang an |
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Die Aufzucht von Welpen ist mit viel Freude aber auch mit einer großen Verantwortung verbunden. Gravierende Fütterungsfehler in der sensiblen Entwicklungsphase können später nie wieder korrigiert werden. Insbesondere kann ein zu schnelles Wachstum zu bleibenden körperlichen Schäden führen. Die Tendenz zur Frohwüchsigkeit ist bei vielen Rassen häufig anzutreffen. Doch durch die richtige Fütterung und eine ausgewogene Ernährung können Züchter und Hundehalter bestimmten Gesundheitsrisiken effektiv vorbeugen. 1. Nur optimal ernährte Mütter haben gesunde Welpen Während der Trächtigkeit und der Säugeperiode gilt: Die Hündin darf mit Nährstoffen weder über- noch unterversorgt sein, da dies nicht nur für die Hündin, sondern auch für die Welpen schädlich ist. Probleme entstehen z. B. durch ungeeignete Futtermittel, falsche Futterzubereitung oder nicht angepaßte Futtermengen. Häufig kommt es zu einer fehlerhaften Versorgung mit den Mineralstoffen Kalzium und Phosphor und den Vitaminen A und D. Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Mangan, Zink oder Jod werden hingegen bei der Rationsgestaltung oft nicht ausreichend berücksichtigt. Schließlich spielen auch die Menge und die Qualität des Proteins in der Ration der Hündin eine entscheidende Rolle für die gesunde Entwicklung der Welpen. ![]() Die ersten Monate im Leben eines Hundes sind sehr wichtig. Ernährungsfehler, die der Besitzer jetzt begeht, können später oft nur schwer oder gar nicht korrigiert werden. Das Wachs-tum junger Hunde wird nicht allein durch Erbanlagen bestimmt. Eine optimale Gestaltung der äußeren Einflußfaktoren kann es in positivem Sinne beeinflussen - also artgerechte, angemes-sene Ernährung, gute Haltungsbedingungen und eine vernünf-tige Krankheitsverhütung, z.B. durch Impfungen, Entwurmungen, usw. 2. Nicht reichlich sondern bedarfsgerecht füttern! Bei vielen Rassen sind Frohwüchsigkeit, also ein hohes Wachstumspotential, und die Anlage zu Übergewicht genetisch verankert. Darüber hinaus verleiten bestimmte Kriterien im Ausstellungswesen und bei der Wurfabnahme (Sollgewicht) manche Züchter und Aussteller dazu, die Welpen zu reichlich zu füttern. Doch “kräftige” Welpen sind nicht unbedingt gesunde Welpen! Eine zu schnelle Gewichtszunahme überlastet das noch unreife Skelett. Denn beim Jungtier besteht ein Teil der Knochen (Wachstumszonen) noch aus empfindlichem Knorpelgewebe. Erst im Laufe der Zeit härten sie durch die Einlagerung der Mineralstoffe Phosphor und Kalzium komplett aus. Eine restriktive Fütterung mit einer bedarfsgerechten Welpennahrung ist der Schlüssel für die Entwicklung eines belastbaren Knochenbaus. Eine besondere Bedeutung für eine ausgewogene Ernährung des Welpen haben hochwertige Proteine. Denn sie liefern die Grundsubstanz des Knochens, in die die Mineralstoffe eingelagert werden. Darüber hinaus benötigt der Welpe hochwertiges Eiweiß auch zur Entwicklung seines noch unausgereiften Immunsystems. 3. Ein heikles Thema: Kalzium + Co. Welpen, die mit selbst zubereiteten Rationen ernährt werden, erhalten meist zu wenig Kalzium. Insbesondere bei einer reinen Fleischfütterung entsteht ein lebensgefährlicher Mangel an diesem wichtigen Mineralstoff. Viele junge Hunde bekommen aber auch zuviel Kalzium, weil ihrer ausgewogenen Fertignahrung kalziumreiche Ergänzungsfuttermittel beigemischt werden. Dies ist besorgniserregend, wenn man sich bewußt macht, daß ein Überschuß an Kalzium, Phosphor und Magnesium genauso zu Organschäden und Entwicklungsstörungen, insbesondere des Knochens (z. B. Osteochondrose), führen kann, wie ein Mangel. Dabei ist das richtige Verhältnis von Kalzium zu Phosphor (1 - 1,5 zu 1) ebenso wichtig wie die absoluten Mengen dieser Mineralstoffe. 4. Spezialnahrung für die “Großen” Während der ersten Phase des Wachstums unterscheidet sich der Nährstoffbedarf von kleinen und großen Hunden nicht wesentlich. Unterschiede gibt es vor allem bei der Länge der Wachstumsperiode. Während bei kleinen Hunden das Wachstum meist im Alter von 6 Monaten allmählich dem Ende zugeht, wachsen große Rassen ab dem 6. Monat mit immer noch mehr als 1 % Zuwachs monatlich weiter. Bis zum sechsten Lebensmonat benötigen daher alle Welpen Welpennahrung. Hunde kleiner Rassen sind dann ausgewachsen und können auf Futter für ausgewachsene Hunde umgestellt werden. Hunde größerer Rassen hingegen sollten in ihrer zweiten, weniger intensiven Wachstumsphase, ab dem 6. Monat mit spezieller Aufzuchtnahrung, wie Pedigree Junior Maxi, bis zum Abschluß des Wachstums versorgt werden. Am besten kontrolliert man daher die Gewichtsentwicklung der Welpen anhand einer individuell erstellten Wachstumskurve bei der die Gewichte der Elterntiere miteinbezogen sind. 5. Proteine -Ein Mangel ist gefährlich Ein zu schnelles Wachstum und eine zu rasche Gewichtszunahme werden übrigens durch eine zu hohe Gesamtenergiezufuhr mit der Nahrung verursacht. Ein Proteinüberschuß führt nicht zu einem beschleunigten Wachstum. Darüber hinaus haben wissenschaftliche Untersuchungen belegt, daß Hunde im Stoffwechsel sehr große Proteinmengen problemlos umsetzen können. Ein hoher Proteinanteil in der Welpennahrung stellt also kein Problem dar. Im Gegenteil: In der Praxis werden eher Mangelerscheinungen, wie zum Beispiel Entwicklungsstörungen, Fellprobleme und eine geschwächte Abwehr durch minderwertige Eiweiße in der Nahrung beobachtet. Entscheidend ist also nicht nur eine an die Wachstumsphase angepaßte Proteinmenge im Futter, sondern vor allem auch die Qualität und Verdaulichkeit des Eiweißes. ![]() Fazit für die Welpenaufzucht: Wer seine Nachzucht mit ausgewogener Fertignahrung für Welpen oder Junghunde ernährt, ist auf der sicheren Seite - denn sie enthält alle nötigen Nähr- und Vitalstoffe in der genau richtigen Dosierung. 6. Vitamine wollen wohl dosiert sein Die Folgen eines Vitaminmangels reichen von Wachstumsstörungen über Hautkrankheiten zu Immunschwächen und Organschäden. Denn jedes Vitamin erfüllt nicht nur eine, sondern ganz verschiedene Funktionen im Organismus. Wasserlösliche Vitamine müssen täglich aufgenommen werden, denn sie können im Gegensatz zu den fettlöslichen Vitaminen nicht gespeichert werden. Auf der anderen Seite ist bei der Dosierung von fettlöslichen Vitaminen (vor allem Vitamin A und D) besondere Sorgfalt geboten. So kann ein Vitamin D-Überschuß beispielsweise zu Verkalkungen der inneren Orange und Nierenschäden führen. Und zuviel Vitamin A steht in Verdacht Hautprobleme und Wucherungen der Knochenhaut auszulösen. Eine Überversorgung mit diesen Vitaminen entsteht beispielsweise durch die Überdosierung vitaminreicher Ergänzungsfuttermittel. 7. Kleine Portionen sind gut für die Verdauung Mehrere Mahlzeiten am Tag entlasten das noch nicht voll funktionsfähige Verdauungssystem des Welpen. Damit wird sichergestellt, daß der junge Hund die angebotene Nahrung optimal verwerten kann und auch tatsächlich alle Nährstoffe aufnimmt, die er für seine Entwicklung braucht. |
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Bereich Zucht und Aufzucht
Probleme der Hündin während der Trächtigkeitund der Welpen während der ersten 8 Lebenswochen |
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Trächtigkeit ist keine Krankheit, stellt jedoch gewisse Ansprüche an den mütterlichen Organismus. Niere und Leber der Mutter werden mehr als sonst in Anspruch genommen. Die Trächtigkeit - insbesondere in der zweiten Hälfte - unterliegt somit einer besonderen Sorgfaltspflicht des Hundehalters. Die Ultraschalluntersuchung gehört heute zur tierärztlichen Routine. Schon um den 22. Tag ist die Trächtigkeit festzustellen, ab dem 25. Tag sieht man durch die Beobachtung der Herzschläge, ob die Frucht lebt oder nicht. Der embryonale Tod spielt beim Hund eine nicht unbeträchtliche Rolle (Rate etwa 10 - 20 %): Er könnte beispielsweise dann eingetreten sein, wenn es um den 17. bis 19. Tag zu schwer interpretierbarem Ausfluß bei der Mutterhündin kommt. In der Regel werden viele Welpen angelegt, diese reduzieren sich jedoch um den 17. bis 20. Tag. Der biologische Sinn scheint zu sein, daß den verbleibenden Welpen genug Platz bleiben soll, um sich richtig zu entwickeln. Ein Absterben von Früchten in großer Zahl ist selbstverständlich krankhaft. Ultraschall ist ungefährlich. Röntgenaufnahmen sollten, falls überhaupt nötig, erst nach dem 50. Tag erfolgen. Zuvor sollten keine Röntgenstrahlen die Ossifikationspunkte, wo das knöcherne Gewebe der Welpen entsteht, treffen. Falls einmal aus anderen Gründen Röntgenaufnahmen erforderlich werden, ist der gravide Bauch der Mutterhündin sorgfältig abzudecken. Auf die Sensibilität der trächtigen Hündin muß Rücksicht genommen werden. Geduld und Freundlichkeit helfen dem Tier, den Streß (beispielsweise bei Untersuchungen in Rückenlage) zu bewältigen. ![]() Neugeborene Welpen verschlafen 90 % ihres Daseins. Die Verdoppelung des Geburtsgewichtes sollte bis zum 10. Tag erreicht sein. Die Augen öffnen sich um den 10. Tag, die Ohren etwa am 13. Tag. Bereits am 3. Tag können beim Aufheben die Beinchen durchgestreckt werden. Vorsicht bei Medikamenten: Einige Antibiotica und Antiparasitica wirken schädlich. Entwurmen sollte stets vor dem Deckakt stattfinden. Nach dem 36. bis 37. Tag kommt es zu einem rasanten Anstieg des Welpenwachstums. Nun bedarf die Hündin einer anderen Versorgung als zuvor. Die enormen Nährstoffmengen, die die Welpen ihrer Mutter entziehen, müssen ergänzt werden. Bedeutsam ist ein ausreichendes Kohlenhydratangebot. Zwei Prozent der Energie, die ein trächtiger Hund benötigt, muß aus Linolsäure bezogen werden. Bei sehr großer Foetenzahl entsteht eine bedenkliche Situation: Der Uterus übt Druck aus, Magen- und Lungenvolumen werden eingeengt. Die Hündin kann die nötige Nahrungsmenge nicht mehr aufnehmen und muß von ihren eigenen Reserven leben. Empfehlenswert: Ab dem 35. bis 42. Tag ist der erhöhte Energiebedarf zu bedenken. Ein ballastreiches, kohlenhydrat- und eiweißarmes Futter führt zur Unterzuckerung, zur Unterversorgung an Proteinen und zu Mineralstoffmangel. Reine Fleischfütterung ist abzulehnen, weil sie ein Kalziumdefizit und Kohlenhydratmangel zur Folge hat. Energetische Überfütterung zieht Überzuckerung, Stoffwechsel- und Geburtsbelastung nach sich. Trächtigkeitsbedingten Stoffwechselstörungen ist vorzubeugen. Energiemangel kann durch zu viele Foeten entstehen. Die Symptome: Erbrechen, müder Gang, verschmähte Nahrung, süßlicher Atem. Mit einer Urinprobe ist der Energiezustand der Hündin überprüfbar. Weitere Diagnosemöglichkeiten stehen zur Verfügung. In Lunge und Herzsystem finden wichtige Vorgänge statt. Zunächst ist die Atmung des Welpen flach - sie kann sogar für einige Zeit unterbrochen sein. Das Reanimieren durch langsame, strichweise Massage und sanftes Drücken des Brustkorbes (kein Hin- und Herreiben), kann bis zu 20 Minuten versucht werden. Zuvor sind Mund und Nase des Welpen zu säubern. Narkoseschäden sind nicht immer auszuschließen, denn jedes Mittel, da man während des Kaiserschnitts einsetzt, wird sofort über den Mutterkuchen auf den Welpen übertragen. Der kindliche Organismus besitzt jedoch noch keine Enzymsysteme zur Inaktivierung der Narkosemittel. Niere und Leber arbeiten langsam, und so ist zu erklären, daß die Welpen noch bis zu 12 Stunden nach dem Kaiserschnitt Probleme haben. ![]() Rund zwei bis drei Tage nach der Geburt, versorgt die Mutter ihre Welpen mit besonderer Milch, der Kolostralmilch. Wie bei allen Tierarten ist das Kolostrum dazu bestimmt, dem Hundesäugling alle Nähr- und Abwehrstoffe gegen Erkrankungen auch Infektionen zu bieten. Die Milch der säugenden Hündin weist einen Fettgehalt von 10 bis 16 % auf. Das Warmhalten ist in dieser Zeit besonders wichtig. Die Umgebungstemperatur in der Kinderstube sollte zwischen 20o und 25o liegen. Wärmeschalen sind dem Rot-licht vorzuziehen, da sich die Welpen letzterem nicht entziehen können und die Gefahr des Austrocknens besteht. Unterzuckerung und Unterkühlung sind durch Zufuhr von Wärme und Glucose zu behandeln. Leider können die kleinen Welpen auch sehr krank werden. Die Infektionswege sind der Nasen-/Rachenraum in Richtung Lunge, der Mund-Magen-Darmtrakt sowie der Nabel, der noch eine direkte Verbindung zur Leber hat. Keimübertragung durch die Mutter geschieht z.B. über das Gesäuge und über den Ausfluß nach der Geburt, der kontrolliert werden sollte. Bei toxischem Milchsyndrom (Ursache: Toxine enthaltender Gebärmutterausfluß, Staphylokokken, keimbelastete Milchdrüse) kommt es zu Schreikrämpfen und akutem, aufgequollenem Bauch. Bei Verdacht auf Mastitis muß die Muttermilch auf Bakterien untersucht werden. Der Uterus der Hündin benötigt für seine Rückbildung etwa drei Monate. Die ursprüngliche Größe ist schon nach etwa sechs Wochen erreicht, aber die Schleimhaut braucht länger zur Regeneration. Mittels einer sogenannten „Reinigungsspritze“ wird eine bessere Zusammenziehung des Uterus erreicht. Von Prof. Dr. H. Bostedt, Gießen Fotos: PixelQuelle.de |
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Bereich Zucht und Aufzucht
LäufigkeitsdiagnostikBestimmung des Decktermins bei der Hündin |
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Die biologische Funktion der Läufigkeit besteht -einfach gesagt- in der Produktion ausgereifter Eizellen sowie in der Deckbereitschaft zu deren Befruchtung. Zeitgleich werden Eileiter und Gebärmutter zur Aufnahme und Ernährung der befruchteten Eier, bzw. Embryonen, vorbereitet. Für den Züchter erkennbar, beginnt die Läufigkeit der Hündin mit mehr oder weniger starkem, wässrig-blutigem Scheidenausfluß und der Anschwellung der Scham. Als Faustregel wird die Hündin am 11. bis 13. Tag nach Einsetzen der Läufigkeitsblutung zum Decken gebracht. Zu diesem Zeitpunkt ist der Scheidenausfluß eher milchig gefärbt und schleimig. Die Hündin wehrt den Rüden nicht mehr ab. Obwohl die Bedeckung bei diesem Vorgehen relativ früh erfolgt, ist sie im allgemeinen erfolgreich. Dies hängt mit der langen Befruchtungsfähigkeit der männlichen Samenzellen von bis zu sieben Tagen im Geschlechtstrakt der Hündin zusammen. Dennoch kommt es immer wieder zu Störungen der Fruchtbarkeit, weil obengenannte Faustregel zu strikt befolgt wird. Die Hündin bleibt „leer“ oder trägt nur einen Welpen aus, weil sie zu früh oder zu spät belegt wurde. Übergangene Läufigkeiten bedeuten stets einen Verlust, da bekanntlich etwa zweimal im Jahr die Chance besteht, einen Wurf zu erhalten. Die Läufigkeitsdiagnostik - wozu dient sie? Die Übergänge zwischen den beiden Abschnitten der Läufigkeit (Proöstrus=Vorbrunst und Östrus = Brunst) sind manchmal so fließend, daß sie sich durch alleinige Beobachtung der äußeren Fortpflanzungsorgane und des Verhaltens der Hündin nur schwer abgrenzen lassen. Zudem bestehen oft beträchtliche Schwankungen in der Dauer der einzelnen Zyklusphasen, sowohl rassebedingt, als auch zwischen einzelnen Hündinnen, gelegentlich sogar beim selben Tier. Schließlich ist auch der Zeitpunkt des Eisprungs (Ovulation) variabel und äußerlich nicht erkennbar. Die Eier werden beim Eisprung innerhalb ca. 12 Stunden aus den Eierstöcken in die Eileiter freigesetzt. Sie benötigen dort noch 2 bis 3 Tage zur Reifung und überleben anschließend weiter 2 bis 3 Tage. Dies ist dann die fruchtbare Periode der Hündin mit der größten Chance zur Befruchtung. Entscheidend für die Bestimmung des günstigsten Decktermins ist also der Zeitpunkt des Eisprungs. Diesen zu ermitteln, ist das Ziel der sogenannten Läufigkeitsdiagnostik. Die Läufigkeitsdiagnostik wird durch den Tierarzt vorgenommen. Sie ist grundsätzlich bei jeder Zuchthündin sinnvoll. Unverzichtbar ist sie jedoch in folgenden Fällen: • bei Problemhündinnen, die in vorausgegangenen Zyklen nicht aufgenommen haben • bei langer Anreise zum Deckrüden ![]() Die Fortpflanzungsorgane der Hündin: 1. Lage der Eierstöcke; 2. Hörner der Gebärmutter; 3. Gebärmutterkörper; 4. Scheide; 5. Blase; 6. Durch Embryonen verursachte Anschwellung der Gebärmutterhörner. Wie wird die Läufigkeitsdiagnostik durchgeführt? Für die Läufigkeitsdiagnostik stehen folgende Methoden zur Verfügung: Beurteilung von Farbe, Feuchtigkeit und Faltenbildung der Scheidenschleimhaut (Vaginoskopie), mikroskopische Untersuchung eines gefärbten Abstrichs aus dem Scheidenbereich (Vaginalzytologie) sowie Hormonbestimmung. Hormonbestimmung zur Läufigkeitsdiagnostik Während der Läufigkeit findet eine weitgehende, hormonelle Umstellung statt. Beispielsweise steigt die Konzentration von Progesteron – auch als Schwangerschafts-Schutzhormon bekannt – im Blut von niedrigen Werten zu Beginn der Läufigkeit, kurz vor Beginn des Eisprunges an und bleibt hinterher für mehrere Wochen auf relativ hohem Spiegel. Dieser Anstieg kann mit Hilfe des Tests PREMATE nachgewiesen werden. Anhang des Progesterongehalts der Probe (einige Tropfen Blut) sind Rückschlüsse auf den optimalen Termin zum Belegen der Hündin möglich. Das Testergebnis liegt nach ca. 35 Minuten vor. Die erste Probe wird allgemein 2 Tage nach dem Zeitpunkt gewonnen, zu dem die Hündin erstmalig paarungsbereit ist. Bei Problemhündinnen, die bei vorherigen Läufigkeiten nicht aufgenommen haben, kann durch tägliche Testungen der Beginn des Eisprungs überwacht werden. Züchter können sich bei ihrem Tierarzt über die hormonelle Läufigkeitsdiagnostik erkundigen. Autor: Dr. med. vet. Karlheinz Wiedemann |
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Bereich Zucht und Aufzucht
Zwingerhusten– ein Thema für jeden Hund und Halter! |
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Die nach einer Impfung mit Intrac® ausgelöste lokale Antikörperproduktion ist die einzige Möglichkeit,um effektiv gegen Bordetella bronchisptica-Infektionen zu schützen. Durch ihre Natur bedingt, würden Antikörper, die sich nach einer systemischen Impfung bilden, nicht die nötige lokale Immunität liefern. Hunde, die mit Intrac® gemipft werden, sind dort vollständig geschützt, wo es am effektivsten ist – an den Atemwegen. Diese lokale Immunität bedeutet – auch in kritischen Situationen – Schutz gegen den Husten. Was bedeutet Zwingerhusten? Als Zwingerhusten bezeichnet man eine akute, ansteckende Erkrankung der oberen und unteren Luftwege bei Hunden. Die Bezeichnung Zwingerhusten ist allerdings irreführend, da bei weitem nicht nur Zwingerhunde betroffen sind. Vielmehr handelt es sich um eine Krankheit, die eine Gefahr für jeden Hund darstellt, der in Kontakt mit fremden Hunden kommt. Dies kann bei Spaziergängen, bei Hundeprüfungen, auf Ausstellungen, in Hundeschulen oder Hundepensionen der Fall sein. Heute bezeichnet man daher die Krankheit richtigerweise als “infektiöse Tracheobronchitis” (Trachea = Luftröhre). Wie äußert sich die “infektiöseTracheabronchitis"? Zu Beginn, bzw. wenn eine unkomplizierte Infektion vorliegt, zeigen die Hunde trockenen, sehr lauten Husten, serösen (dünnflüssigen) Nasenausfluß und eine Tonsillitis (Mandelentzündung). Die zu Beginn rauhen, krampfartigen Hustenanfälle - wie wir sie vom Keuchhusten her kennen - werden später feucht und können extrem lange anhalten. Das Allgemeinbefinden, wie Futteraufnahme, Verhalten, Lebhaftigkeit etc., ist meistens ungestört. ![]() Das Bakterium Bordetella bronchiseptica. Das Bakterium Bordetella bronchiseptica ist die Ursache für eine sehr ansteckende Atemwegsinfekton, deren Symptom hartnäckiger Husten ist. Es gibt zwar eine Anzahl von Erregern – hauptsächlich Viren – die bei Hunden Husten hervorrufen, jedoch kompliziert Bordetella die Infektion beträchtlich. Bordetella als Einfach- oder Mischinfektion zeigt sich durch einen rauhen, oft krampfartigen Husten, der drei Wochen oder länger anhalten kann. Sogar wenn die Symptome verschwunden sind, bleiben die Hunde für weitere drei Monate latent infiziert. Nicht immer verläuft aber die Krankheit mit diesen relativ milden Symptomen. Häufig verschlimmert sich das Krankheitsbild. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Hunde Streßsituationen ausgesetzt werden, wie beispielsweise Hundeprüfungen oder Jagdeinsätzen. Durch Streß kommt es zu einer Unterdrückung des Immunsystems, so daß der Körper nicht in der Lage ist, die Erreger abzuwehren. Aus der Anamnese (Vorbericht) erkrankter Hunde ergibt sich fast immer, daß die Hunde vor der Erkrankung ungewohnten Streßsituationen ausgesetzt waren. Bei kompliziertem Krankheitsverlauf ist das Allgemeinbefinden gestört und die Hunde zeigen zusätzlich zu den oben genannten Symptomen Fieber, eitrigen Nasen- und Augenausfluß und Anzeichen einer Lungenentzündung. Wie entsteht die infektiöse Tracheobronchitis? Für die Entstehung der infektiösen Tracheobronchitis sind verschiedene Faktoren - eine Vielzahl von Viren und Bakterien, sowie ungünstige Umweltbedingungen - verantwortlich, so daß man die Krankheit auch zu den sogenannten Faktorenerkrankungen rechnet. Die Viren (hauptsächlich Parainfluenza-2 und canines Adenovirus 2) bezeichnet man als Primärerreger, bzw. Wegbereiter. Sie siedeln sich auf der Schleimhaut der Atemwege an, wodurch die lokale Abwehr geschädigt wird. Durch diese Vorschädigung der Schleimhaut können sich vermehrt Bakterien ansiedeln. Das wichtigste Bakterium - welches auch die eigentlichen Krankheitssymptome auslöst - ist das Bakterium Bordetella bronchiseptica. Der Name stammt von seinem Entdecker, dem belgischen Bakteriologen Jules Bordet, der ebenfalls den Erreger des Keuchhustens (Bordetella pertussis) beim Menschen entdeckte. Die Bordetellen heften sich an die Zilien (Flimmerhärchen) der Schleimhaut an und produzieren dort Toxine (Giftstoffe), die eine Zilienlähmung auslösen. Es ist leicht vorstellbar, daß dadurch eine “Reinigung” der Schleimhaut nicht mehr stattfindet und es zu einer Ansammlung von Schleim kommt. Die physiologische (natürliche) Zilienfunktion kann nicht mehr aufrechterhalten werden. Der normalerweise dünnflüssig vorkommen-de Schleim wird in zähe, mukopurulente (schleimig-eitrige) Flüssigkeit umgewandelt. Dadurch wird die weitere Besiedlung mit krankmachenden Bakterien gefördert. Bordetella bronchiseptica muß bei gewissen Seuchenausbrüchen auch als Primärerreger angesehen werden. Die Verbreitung der Erreger erfolgt aerogen, also mit der Luft, als sogenannte Tröpfcheninfektion und erfaßt schlagartig eine ganze Hundepopulation. Die Erreger werden entweder ausgehustet oder durch direkten Kontakt übertragen. Auch noch klinisch gesunde Hunde können massiv aerogen Erreger ausscheiden, so daß es zu einer rapiden Seuchenausbreitung kommen kann. Die infektiöse Tracheobronchitis ist hochgradig ansteckend. Erkranken können sowohl junge als auch erwachsene Tiere. Gerade ein Ausbruch bei jungen Tieren sollte verhindert werden, da dauerhafte Schäden des Lungengewebes zurückbleiben können. ![]() Bordetellen heften sich an die Zilien entlang der Atemwege Bordetellen heften sich an die Zilien entlang der Atemwege, wo sie eine Zilienlähmung durch ein Exotoxin hervorrufen und so die Schleimclearance verhindern. Dadurch verändert sich der infizierte Schleim von siner normalen dünnen Konsistenz in eine dicke, schleimig-eitrige, zähe Flüssigkeit. Die langen Hustenanfälle enstehen dadurch, daß der Hund versucht, die klebstoffähnliche Substanz aus den Luftwegen zu entfernen. Wie können Sie Ihren Hund gegen die infektiöse Tracheobronchitis schützen? Die wichtigsten Virenvertreter - das Parainfluenzavirus Typ 2 und canine Adenovirus 2 - sind bereits in einigen Kombinationsimpfstoffen enthalten, z.B. in den Impfstoffen Epivax® SHPP + L und Epivax® SHPP + LT. Sie können daher Ihren Hund automatisch bei der jährlichen Wiederholungsimpfung gegen die wichtigsten Viruserreger der infektiösen Tracheobronchitis aktiv schützen. Fra-gen Sie bei der nächsten jährlichen Impfung Ihren Tierarzt, ob diese Viren in dem Kombinationsimpfstoff enthalten sind, insbesondere dann, wenn Ihr Tier noch nicht mit den oben genannten Epivax®-Impfstoffen geimpft ist. Häufig ist jedoch dieser Schutz bei Hunden mit viel Kontakt zu fremden Hunden, bzw. bei Hunden, denen in nächster Zeit eine Streßsituation bevorsteht, nur begrenzt wirksam. In solchen Fällen sollten Sie Ihren Hund zusätzlich gegen das wichtigste Bakterium des Zwingerhustenkomplexes – Bordetella bronchiseptica - schützen. Gegen Bordetella bronchiseptica steht ein moderner Impfstoff mit Namen Intrac® zur Verfügung. Da die Eintrittspforte für Bordetella bronchiseptica die Nasenschleimhaut ist, an der eine lokale Infektion verursacht wird, wird auch der Impfstoff direkt in die Nase geträufelt. So baut sich in kürzester Zeit dort ei-ne Immunität auf, wo das Bakterium angreift. Durch den schnellen Immunitätsaufbau kann die Impfung auch sehr gut als Notimpfung angewendet werden, wenn unerwartete Streßsituationen für den Hund anstehen. Sei es nun in der jährlichen Wiederholungsimpfung wie z.B. mit Epivax® SHPP + L und Epivax® SHPP + LT oder vor besonderen Streß-Situationen mit Intrac®, Sie haben immer die Möglichkeit Ihren Hund ausreichend gegen die infektiöse Tracheobronchitis zu schützen und sollten dies auch tun. Autor: Dr. med. vet. Martin Pauli |
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Bereich Zucht und Aufzucht
Das infektiöse Welpensterben (Herpesinfektion)- eine tödliche Gefahr für neugeborene Welpen. Neu: Eine Impfung für die trächtige Hündin schützt die neugeborenen Welpen! |
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Was versteht man unter “infektiösem Welpensterben”? Das Herpesvirus des Hundes wurde erstmals Mitte der 60er Jahre im Zusammenhang mit schweren Erkrankungen von neugeborenen Welpen in den USA entdeckt. Von großer Bedeutung ist das Herpesvirus v. a. bei Erkrankungen in Hundezuchten, in denen es zu erheblichen Verlusten unter neugeborenen Welpen führt. Deshalb wird diese Erkrankung auch als “infektiöses Welpensterben” bezeichnet. Vor allem schwache, unter zwei bis drei Wochen alte Welpen sind besonders gefährdet. ![]() Das infektiöse Welpensterben: Übertragung und Verlauf der Infektion. Während einerseits Welpen ausreichenden Schutz durch Antikörper über die Muttermilch erhalten, behalten die Tiere dennoch das Virus in sich, das sich dann bei Streß reaktivieren kann. Welpen ohne Antikörperschutz der Mutter, versterben in den ersten beiden Lebenswochen. Welche Symptome sind nach der Infektion bei Welpen sichtbar? Die Welpen infizieren sich während der Geburt durch die Hündin. Nach Auftreten erster klinischer Symptome, wie Durchfall und Erbrechen, können die Welpen noch munter er-scheinen. Kurze Zeit später verweigern sie jedoch das Saugen, wimmern, strampeln mit den Beinen und verlieren rasch an Gewicht. Eventuell kann es zusätzlich noch zu Blutungen in der Haut und den Schleimhäuten kommen. Für die kleinen, schwachen Welpen gibt es kaum eine Rettung, der Tod tritt nach kurzer Zeit ein. Werden Hündinnen während der Trächtigkeit infiziert, können die Muttertiere die Infektion noch gut überstehen. Gefährlich wird das Herpesvirus jedoch für die Früchte, denn die Infektion kann zu Früh- oder Totgeburten führen und Ursachen für zukünftige Fruchtbarkeitsstörungen der Hündin sein. Dies wirkt sich sowohl in kommerziellen als auch in Hobbyzuchten dramatisch aus und führt zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten. Wie stark ist das Herpesvirus verbreitet? Was sind die Folgen? Viele Untersuchungen in Europa deuten dar-auf hin, daß die Gefahr der Herpesinfektion bisher unterschätzt wurde. Dies liegt vermutlich auch daran, daß es viele andere Ursachen für dieselben Probleme gibt. In infizierten Zuchten kann die Sterblichkeitsrate jedoch bis zu 80% betragen. Neuere Studien in Europa zum Vorkommen des Herpesvirus in Hundezuchten weisen Infektionsraten zwischen 40% und 88% nach. In Deutschland beträgt die Rate 39%. Gibt es Behandlungsmöglichkeiten bei “infektiösem Welpensterben”? Leider kann man den Erreger nicht direkt bekämpfen. Eine geringe Überlebenschance besteht für erkrankte Welpen darin, diese möglichst schnell in eine warme Umgebung zu bringen, um ihre Körpertemperatur konstant zu halten. Überleben die Welpen die Erkrankung, bleiben sie lebenslange Träger des Virus (wie bei der Herpesvirusinfektion des Menschen, z. B. Lippenbläschen). Durch Streß (Ausstellungen, Geburt, andere Erkrankungen u. a.) kann es jedoch zu einer Reaktivierung und Ausscheidung des Erregers kommen und, damit verbunden, zu einer Ansteckung anderer Tiere der Zucht. Dies macht diese Virusinfektion so heimtückisch. ![]() Impfschema für die Hündin: 2 Impfungen/Trächtigkeit Neu: Eine Impfung für trächtige Hündinnen zum Schutz ihrer Welpen ist nun erstmalig möglich! Welpen sind zuverlässig in den ersten Lebenstagen vor einer Erkrankung geschützt, wenn sie “Antikörper” über die Muttermilch aufnehmen. Dies ist nun erstmals durch einen sogenannten Muttertierimpfstoff möglich. Die Hündinnen werden zweimal geimpft und entwickeln so “Antikörper” gegen das Herpesvirus, welche die Welpen zuverlässig vor einer Erkrankung schützen. Die erste Impfung der Hündin kann ab dem ersten Tag der Läufigkeit bis zum zehnten Tag nach dem Deckdatum erfolgen. Die zweite Impfung wird 1 - 2 Wochen vor dem erwarteten Geburtstermin durchgeführt. Dieses Impfschema muß bei jeder Trächtigkeit wiederholt werden. Warum sollten Hündinnen gegen das canine Herpesvirus geimpft werden? Wegen der bestehenden Infektionsgefahr ist die vorbeugende Impfung der Hündin zum Schutz der Welpen besonders bei häufigen Kontakten mit Fremdhunden zu empfehlen. Dies gilt sowohl für kommerzielle als auch für Hobbyzuchten. Damit können wirtschaftliche Verluste für die Zucht vermieden werden. Fragen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt nach weiteren Informationen zu “infektiösem Welpensterben” und nach dem neuen Impfstoff. Autor: Dr. Karin Rebel, Merial GmbH |
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Bereich Tiermedizin
Die Dackellähme- Bandscheibenvorfall führt bis zu Lähmungen der Hinterhand |
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Durch einen Bandscheibenvorfall, vor allem bekannt als Dackellähme, kommt es zu Ausfallerscheinungen, bis hin zur Lähmung der Hinterhand. Je nach Schweregrad, oft auch zu Störungen der Darm- und Blasenfunktion. Die Behandlung von Erkrankungen und Veränderungen der Wirbelsäule des Hundes, als „Dackellähme“ besonders bekannt, ist heute konservativ und operativ mit guten Chancen möglich. Bessere Medikamente und bessere Möglichkeiten bieten sich an, Erfahrungen aus der Humanmedizin - auch physiotherapeutische Maßnahmen- wurden übernommen. Zum Verständnis der Erkrankung ist die Mechanik der Wirbelsäule von Bedeutung: Die Wirbelsäule wird wie ein Bogen bei jeder Bewegung gespannt und gestreckt, die Zwischenwirbelscheiben wirken wie Stoßdämpfer. ![]() Das Röntgenbild zeigt einen Defekt in der Wirbelsäule. Sie liegen zwischen den Wirbeln, übernehmen also den Druck und Zug auf die Wirbelsäule und gleichen ihn aus. Diese mechanische Belastung der Zwischenwirbelscheiben führt zu einem Verschleiß beim älteren Hund, zu schmerzhaften Entzündungen und oft zu totaler Lähmung. Es kann sich aber genauso um eine Störung des Stoffwechsels im Zwischenwirbelkörper handeln, die zu Auffaserungen und Spalten führt und völlig gleiche Erkrankungen, bereits auch beim jungen Hund, hervorruft. Die Beobachtungen über das Entstehen der Erkrankungen, evtl. auch durch Verletzungen bei Unfällen, beim Springen, Treppensteigen, sind für diagnostische Überlegungen des Tierarztes deshalb besonders wichtig. Die Behandlung muß sofort vorgenommen werden. Konservative Behandlung: Schmerzstadium: Gaben von Vitamin E, Vitamin B12, schmerzstillenden Medikamenten und in schweren Fällen Kortison. Die Behandlung kann mit Kurzwellen- und Rotlichtbestrahlung sowie Magnetfeldtherapie unterstützt werden. Gute Therapieerfolge wurden auch mit unterschiedlichen homöopathischen Medikamenten, in Kombination mit den vorstehend genannten Behandlungsmöglichkeiten, erzielt. Auch eine Physiotherapie mit Präparaten, die Teufelskrallenextrakt (wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend) sowie Gelatinehydrolysat und Grünlippmuschel enthalten, sind zu empfehlen. ![]() Die beiden Hinterläufe sind gelähmt. Der Dackel versucht, sich mit den Vorderpfoten an sein Ziel zu schleppen, was es jedoch zu verhindern gilt. Lähmungsstadium: Gleiche Vitatimgaben, Injektionen von Kortison in unmittelbarer Nähe des Defekts und schmerzlindernde Medikamente. Bei hochgradigen Lähmungen muß der Urin zweimal täglich entfernt werden; in leichteren Fällen durch ein vorsichtiges Ausdrücken der Blase möglich, in schweren Fällen muß katheterisiert werden. Zur täglichen Entfernung des Stuhls ist ein Klistier zu empfehlen. Ein Handtuch oder breiter Gurt (breite, elastische Binde), unter dem Leib durchgezogen, gibt Gehhilfe, so daß sich der Patient an gewohnten Stellen leichter selbst entleeren kann. Im Schmerz- und Lähmungsstadium ist viel Wärme, Einhüllen in Decken, leichtes Massieren, das die Durchblutung fördert, Einreiben mit Rheumamitteln, leichte Heilgymnastik (wie beim Menschen) notwendig. Verhindert werden muß jedes (gewohnte) Springen von Lagern, Treppensteigen usw. Der Patient muß getragen werden. Leichte Bewegung ist im Schmerzstadium zu empfehlen, weil dadurch ein spontanes Zurückgleiten des Bandscheibenvorfalles (ähnlich Humanpathologie) erreicht werden kann. Operative Behandlung: Der Hund wird möglichst im Schmerzstadium oder im Anfangsstadium der Lähmung (am besten innerhalb der ersten 24 Stunden) operiert. Je früher der Eingriff erfolgen und je sorgfältiger eine Diagnose gestellt werden kann (spezielle Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel), desto schneller ist eine Erholung möglich. Durch die Operation wird die verknöcherte, teilweise vorgefallene Zwischenwirbelscheibe entfernt oder ausgekratzt. Eine sehr schwierige Operation, weil das Rückenmark - sowie davon ausgehende Blutgefäße nicht verletzt werden dürfen. Operierte Hunde zeigen jedoch schon wenige Minuten nach der Operation kaum mehr Schmerzen. Akupunktur: Aufgrund ihrer wissenschaftlichen dokumentierten Erfolge ist die Akupunktur (acus = Nadel; pungere = stechen) in den letzten Jahren zunehmend populärer geworden und bietet auch für die Tiermedizin v.a. im Bereich der Bewegungsstörungen, eine zusätzliche Therapiemöglichkeit. „Kräfte-Linien“ beeinflussen die körperliche Funktion, seine Reaktion und Empfindungen, damit auch Krankheit oder Gesundheit. Tatsächlich stehen Punktesysteme unter der Haut miteinander in Verbindung, elektrische Messungen ergeben stärkeren oder schwächeren Widerstand. Mit feinen, dünnen und langen Nadeln, eingestochen in diese Punktesysteme, werden Verbindungen mit überraschenden Erfolgen hergestellt. Schmerzen wurden behoben, Krankheiten geheilt. Sicher ist die Akupunktur kein Allheilmittel, um alle Krankheiten zu behandeln. Nicht sinnvoll und nicht zu befürworten ist ihr Einsatz bei schweren Infektionskrankheiten, Tumoren und allen chirurgisch zu behandelnden Erkrankungen. Aber ebenso sicher kann Akupunktur Menschen und Tieren bei Erkrankungen helfen. Zu empfehlen und erfolgsversprechend, ist eine Akupunkturbehandlung in erster Linie bei schmerzhaften Störungen des Bewegungsapparates, die durch eine Fehlbelastung, Verletzungen, Muskel- und Sehnenzerrungen entstanden sind. Dabei spielen in der Tiermedizin v.a. Wirbelsäulenschmerzen und Gelenkserkrankungen (Knie, Hüfte, Ellenbogen usw.) eine Rolle. |
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