Das richtige Spiel mit dem Welpen!
das Wichtigste, wenn wir uns einen Welpen ins Haus nehmen ist, ein gutes Verhältnis zu ihm zu bekommen. Wir müssen ein Band knüpfen zwischen ihm und uns, ein Band auf der Basis gegenseitigen Vertrauens. Das heißt, der Welpe darf keine Angst vor uns bekommen. Dieses Band ist der Grundstein für ein schönes Zusammenleben, die Basis einer guten Zusammenarbeit. Andererseits hat der Rudelführer eine Autoritätsperson zu sein. Der Welpe soll uns respektieren. Eine Autoritätsperson ist nicht brutal, sondern wird nur dadurch respektiert, dass sie die vom Hund anerkannte Schlauere ist. Der Schlauere sind wir nie durch Brutalität, sondern wenn wir dem Hund immer eine Nasenlänge voraus sind. Wir müssen ihm im täglichen Umgang zeigen, wer von uns der Schlauere ist und ihm beweisen, das wir in der Lage sind ein Rudel zu führen. Wie anders können wir das schaffen als im Spiel, aber richtiges Spiel. Spielen ist eine ernste Sache für den Welpen. Absolut tabu sind Kampfspiele mit Körpereinsatz. Wir wollen beim Welpen keine Chance aufkommen lassen, er könnte uns besiegen. Er wird größer und wendiger werden und merkt vielleicht irgendwann einmal, dass er uns wirklich besiegen kann. Er wird dann auch in anderen Situationen prüfen, ob Sie wirklich der bessere Rudelführer sind. Das führt zu Dominanzproblemen und wir verlieren an Autorität.
Sollte er sich also im Spiel zu aggressiv zeigen, so gehen wir nicht auf sein Spiel ein,sondern brechen ab und interessieren uns nicht mehr für ihn oder lenken ihn ab. Gehen wir aber auf sein aggressives Spiel ein, so werden wir erfahren, dass er immer aggressiver wird. Durch die Förderung das Spieltriebes weckt man die Aufmerksamkeit und die Lernbereitschaft des Welpen. Im Spiel binden wir den Welpen an uns, indem der Reiz immer von uns kommt. Für den kleinen Hund muss es immer das Allerschönste bedeuten, zu uns zu kommen, mit uns etwas zu tun. Wenn wir ihn im Spiel oder beim Spaziergang zu uns rufen, geschieht das immer mit freundlicher Stimme, und wenn er dann kommt ist AKTION angesagt. Wir zücken ein mitgebrachtes Spielzeug oder ein Leckerle und dirigieren den Kleinen mit diesen Mitteln schon jetzt auf die linke Seite, unsere spätere Fußseite. Das Spielzeug sollte so sein, dass wir es während der Hund hineinbeißt noch festhalten können. Wir reden freundlich mit ihm und lassen ihn so eine Weile neben uns herlaufen. Das macht er, weil er das lockende Teil ja erhaschen will. Von Zeit zu Zeit lassen wir es ihm, halten es aber fest während wir mit ihm spielen. Dann sagen wir AUS und nehmen es ihm wieder ab. Er will natürlich nicht. Von oben greifen wir über die Schnauze. Mit Daumen und Zeigefinger unterhalb der Lefze hinter den oberen Fangzähnen wird ein Druck ausgeübt. Der Unterkiefer öffnet sich dann automatisch und Sie können den Gegenstand seitlich herausziehen.
So gewöhnen wir ihn von klein an daran, dass wir ihm alles wegnehmen können. Das Wegnehmen müssen wir frühzeitig mit dem Welpen üben. Wir nehmen ihm eine Sache ab mit dem Kommando AUS, schauen es uns an und geben es ihm wieder zurück, sei es ein Knochen, ein Spielzeug der Futternapf ein Leckerle oder etwas anderes. Die Ausbildung des Hundes im Spiel geschieht nur über den Spieltrieb, Futterlob, Blickkontakt, Mimik und Körpersprache. Zum stärksten Trieb eines Hundes Zählt der Selbsterhaltungstrieb, auch schon beim Welpen. Für die Ausbildung ist er ausschlaggebend. Er teilt sich in folgende Unterpunkte auf: Beutetrieb - Jagdtrieb - Spieltrieb - Futteraufnahme - Futterlob.
Die Verständigung der Hunde untereinander mittels Blickkontakt und Körpersprache ist eingebunden in den Selbsterhaltungstrieb. Die Ausbildung funktioniert also nur im Zusammenspiel von Spieltrieb, Futterlob, Blickkontakt und Körpersprache. Man setzt also diesen Selbsterhaltungstrieb ein, vermeidet aber das Drücken des Welpen mit den Händen in eine gewünschte Position. Im gefestigten Rudel gibt es dieses Verhaltensmuster nicht. Im Rudel ist Handarbeit nur in begründeten Ausnahmefällen erlaubt, z.B. wenn der Ranghöhere seine Position behaupten muss. Dann drückt er den Untergeordneten mit Pfoten, Fang und Körperkraft zu Boden. Das löst dann Meideverhalten aus, welches unbedingt vermieden werden muss!
Während der ZAHNUNG ist ebenfalls Vorsicht geboten. Zu diesem Zeitpunkt hat er, wie jedes andere Lebewesen naturgemäß Schmerzen. Durch das ständige Anfassen der Schnauze während dieser Zeit ( etwa ab 3-4 Monate) verbindet der Welpe die Menschenhand mit Zuführung von Schmerzen. Er weiß nicht, dass nicht die Hand sondern der Zahnwechsel die Schmerzen verursacht. Geben Sie Rinderhaut, Pansen oder ähnliches zum Kauen. AUF KEINEN FALL HÄHNCHENKNOCHEN .

Festhalten von Gegenständen
Zu den vergnüglichsten Spielen mit Ihrem Hund gehört das Apportieren, das herbeibringen von Gegenständen. Zuvor muss der Hund jedoch lernen, ein Objekt mit der Schnauze, dem Fang festzuhalten. Verwenden Sie bei dieser Lektion kein Quietschspielzeug, weil Ihr Schüler allzu gern darauf herumkaut. Benutzen Sie vielmehr ein zusammengerolltes Teppichstück oder ein Spezielles Apportierholz, wie es im Handel erhältlich ist. Sie sollten den Hund nur mit Lob und Streicheleinheiten, nicht mit Leckerbissen belohnen, denn er soll den Gegenstand ja längere Zeit festhalten.
Fassen eines Gegenstandes
Knien Sie sich neben dem Hund hin, der seinerseits sitzen sollte. Halten Sie die Leine mit den Knien fest, und legen Sie den linken Arm um den Hundekopf. Öffnen Sie behutsam den Fang mit den Worten Braver Hund.
Nachdem Sie den Hund mit dem Trainingsgerät gelockt und sich vergewissert haben, dass er seine gute Laune nicht verloren hat, heben Sie seinen Kopf an und stecken ihm den Gegenstand in den Fang. Jetzt geben Sie das Kommando HALT FEST.
Der Hund sollte den Gegenstand bereitwillig und korrekt unmittelbar hinter den Fangzähnen festhalten und dabei die Zunge zurückziehen. Loben Sie ihn mit den Worten BRAVER HUND, FESTHALTEN.
Aufheben eines Gegenstandes
Jetzt können Sie dem Hund beibringen, den Gegenstand aufzuheben. Verlocken Sie ihn dazu, indem Sie ihm das Objekt vor die Nase halten.
Bewegen Sie den Gegenstand zum Boden hin. Der Hund sollte dabei interessiert sein und dem Gegenstand angespannt folgen. Loben Sie ihn mit BRAVER HUND.
Legen Sie den Gegenstand auf den Boden, jedoch ohne die Hand wegzuziehen. Befehlen Sie HALT FEST , wenn sich der Hund vorwärts bewegt, um den Gegenstand aufzunehmen.
Wenn Sie die Hand von dem Gegenstand entfernen, sollte der Hund ihn aufnehmen. Im selben Augenblick wiederholen Sie den Befehl HALT FEST , damit der Hund den Gegenstand nicht fallen lässt.

Stubenreinheit!
Schon ein guter Züchter hält den Welpen zur Reinhaltung des Lagers an. Täglich mehrmals werden die Zeitungen gewechselt, die als saugfähige Unterlage dienen und von den Welpen als Hundetoilette benutzt werden. Zusätzlich haben die Welpen ausreichenden Auslauf, um mit fortschreitendem Alter ihr Geschäft auch außerhalb erledigen zu können.
Todsünde des Hundehalters
Wenn das Malheur mal passiert ist, gibt es immer noch Leute, die einen Welpen mit der Nase in seine Hinterlassenschaften stupsen. Das ist das Dümmste, was man machen kann. Mehr noch, ein großer, folgenschwerer Unfug. Die Hundenase ist ein extrem hochempfindliches Sinnesorgan, welches durch eine solche Handlung schwer geschädigt werden kann. der Besitzer muss sich klar machen, dass der Welpe nie aus Niedertracht in die Wohnung macht. Der Welpe würde viel lieber draußen sein Geschäft erledigen, er weis nur noch nicht wie. Das WIE dem Welpen beizubringen, ist Aufgabe und reine Trainingssache des Besitzers.
Die richtige Vorgehensweise
Grundsätzlich alle 2 Stunden und etwa 15 Minuten nach den Mahlzeiten und jedes mal wenn der Welpe aufwacht nimmt man den Hund nach draußen. übt sich in Geduld und lässt ihm ausreichend Zeit, sein Häufchen zu machen. Wenn der Welpe erfolgreich war, so lobt man ihn, wie großartig und unwahrscheinlich toll er das gemacht hat. Es wird ein regelrechter Aufstand der Begeisterung um diese Geschäftshandlung gemacht.
Das prägt sich ihm ein. Anschließend nimmt man den Welpen wieder mit ins Haus. Für den Erfolg, wie schnell ein Welpe stubenrein wird, ist es ausgesprochen wichtig, diesen Fütterungs--- und Bewegungsrhythmus in möglichst gleichen Zeitabständen einzuhalten.
Außerdem ist es von Bedeutung, dem Welpen seinen eigenen Geschäftsbereich zu verschaffen. Man führt ihn folglich immer an die gleiche Stelle, sozusagen auf sein Hundeklo. Schließlich muss er sich in seiner neuen Umgebung erst einmal orientieren und vieles ist so aufregend für ihn, dass er schon mal seinen Druck vergessen könnte. Spürt man, dass er sich im Wohnbereich setzen will, darf man ihn auf keinen Fall hochreißen. Mit beruhigenden Worten nimmt man ihn auf den Arm und bringt ihn zu seinem Örtchen.
Falls nun doch ein Malheur passiert, weil man nicht schnell genug reagiert hat: NUR GEDULD!!!, Es ist sehr wichtig, dass man sich im Falle eines Falles beherrscht und nicht gleich zornig reagiert. Jedes Strafen würde der Welpe als Ärger darüber empfinden, dass er überhaupt gemusst hat. Folglich wird er sich dann in Zukunft in einem unbeobachteten Moment einen entlegenen Winkel in der Wohnung suchen und die Bescherung ist da. Er folgert schließlich logisch aus unseren Handlungen und wird dann immer diese Ecken aufsuchen wollen! Wenn man ihn in Flagranti beim Absetzen seiner Notdurft erwischt, so gibt man ihm einen leichten Klaps auf den Welpenpo und sagt ein strenges PFUI. Der Welpe muss ja erfahren, dass das nicht erlaubt ist. Anschließend wieder ab zu seinem Örtchen.
Die beste Methode, ein Malheur zu verhindern, ist die Beobachtung des Welpen. Fängt er z.B. im Spiel plötzlich an zu kreisen und schnüffelt aufgeregt mit der Nase über dem Boden, so ist höchste Eile geboten, ihn zu seinem Örtchen zu führen.
Machen Sie es sich zur Gewohnheit, den Welpen morgens so früh und abends so spät wie möglich für sein Geschäft nach draußen zu bringen. Machen Sie ihn abends müde, damit er schnell lernt durchzuschlafen. Ihr Welpe ist ein Rudeltier. Im Rudel ist er nie alleine. Deshalb sollten Sie ihn nachts nicht irgendwohin aussperren. Alleinsein muss erst noch gelernt werden, am Besten erst wenn die Stubenreinheit zum größten Teil abgeschlossen ist. Lassen Sie ihn irgendwo in Ihrer Nähe, vielleicht in einem Laufställchen, einer Hundebox, oder in einem Korb/Karton, den Sie mit einem Handtuch abdecken, also irgendwo wo man ihn auch nachts hören kann und er gleichzeitig das Gefühl hat, er ist nicht allein. Dann wird er sich geborgen wissen und schneller die ganze Nacht durchschlafen. Außerdem können Sie ihn, wenn Sie ihn krabbeln hören, schnell nehmen und nach draußen führen, damit er da sein Geschäft verrichten kann.
Zeitaufwand, bis der Hund stubenrein ist
Wie lange es dauert, bis ein Hund stubenrein ist, liegt nur an der Beobachtungsgabe der Menschen, die sich um den Hund kümmern. Dadurch dauert es bei dem einen Hund eben nur 3 Tage und beim anderen 3 Wochen. Patentrezepte gibt es hierbei leider nicht. Erst wenn Ihr Hund 6-7 Monate alt und immer noch nicht sauber ist, können Sie von einem Problem reden. Vorher kann immer wieder mal ein Malheur passieren.

Wachtrieb!
Ein übersteigerter Besitz- und Wachtrieb ist eine Verhaltensstörung, die am häufigsten bei dominanten Hunden zu beobachten ist. Rudelführer fühlen sich eher als Eigentümer von Spielzeug, Futternäpfen und Liegeplätzen als rangtiefere Tiere, doch es gibt auch rassebedingte Unterschiede. Terrier hüten beispielsweise eifersüchtiger ihr Futter, ihre Spielsachen und Ruheplätze. Vermeiden Sie Ärger mit einem Besitzergreifenden Tier dadurch, dass Sie ihm Spielsachen vorenthalten und ihm nicht erlauben, auf Möbeln Platz zu nehmen. Behandeln Sie das Problem durch Liebesentzug, durch Wiederholung der Grundgehorsamsübungen und Anleinen.
Futtereifer
Der Hund knurrt sein Frauchen, das sich ihm mit dem Futternapf nähert, besitzergreifend und herrisch an. Er fühlt sich als Rudelchef, und ein Chef erhebt Anspruch auf das, was ihm zusteht- er teilt nicht mit anderen. Sowohl Rüden als auch Hündinnen neigen zu solchem ANSPRUCHSDENKEN. Wenn Sie dem knurrenden Hund nachgeben, merkt er, dass dieses Verhalten Erfolg hat, und er wird ermutigt, es noch öfter einzusetzen.
Gegenmaßnahmen
Sorgen Sie bei dieser Übung dafür, dass der Hund von einem Freund oder Familienmitglied an der Trainingsleine gehalten wird. Füttern Sie ihn vorher nicht. Reichen Sie ihm einen Napf, der statt der vollen Portion wohlschmeckender Hundekost nur eine kleinere Menge faden Futters enthält, zum Beispiel Reis. Lassen Sie den Hund das Futter beschnuppern.
Während der Hund zuschaut, fügen Sie etwas schmackhafteres Futter hinzu. Wiederholen Sie diese Übung bei jeder Mahlzeit, und nach einigen Tagen, freut es sich darauf, wenn Sie an seinen Fressnapf treten.
Verteidigung des Sitzmöbels
Dominante Hunde wählen ihren Ruheplatz selber. Dieser Hund hat sich einen Sessel ausgesucht und verteidigt ihn, zusammen mit einem Spielzeug, das er als sein Eigentum ansieht. Sie sollten ein dominantes Tier nie am Halsband herunterzerren, denn es könnte versuchen , Sie zu beißen.
Gegenmaßnahmen
Lassen Sie den Hund den ganzen Tag die Trainingsleine tragen, damit Sie ihn immer unter Kontrolle haben. Bewegen Sie ihn mit dem Kommando RUNTER zum Verlassen des Sessels, und offerieren Sie ihm eine Futterbelohnung. Anfangs ist vielleicht ein leichter Ruck an der Leine erforderlich.
Verteidigung von Spielzeug
Manche Hunde hüten eifersüchtig ihre Spielsachen und weigern sich, sie herauszugeben. Vermeiden Sie ein Tauziehen mit einem solchen Tier, denn es will bei diesem Spiel immer gewinnen.
Gegenmaßnahme
Mit einem Leckerbissen in der einen und einem Spielzeug in der anderen Hand ermuntern Sie ihn, das Spielzeug zu nehmen.
Geben Sie den Befehl LASS AUS, und sobald der Hund das Spielzeug loslässt, belohnen Sie ihn mit BRAVER HUND und dem Leckerbissen. Wiederholen Sie die Übung sofort, indem Sie ihm das Spielzeug zurückgeben und dann LASS AUS befehlen.
Verteidigung der Familie
Wir Menschen schätzen die Sicherheit, die ein Hund uns bietet, aber manche Tiere verteidigen ihren Besitzer allzu eifrig- vor allem, wenn dieser ein anderes Geschlecht hat als der Hund.
Gegenmaßnahme
Falls der Hund sich allzu besitzergreifend gebärdet, halten Sie ihn an der Leine, damit Sie ihn unter Kontrolle haben, wenn jemand zu Besuch kommt. Hinterlegen Sie einen Leckerbissen vor der Haustür, den der Gast mit ins Haus bringt. Sobald er eintritt, geben Sie Ihrem Hund den Befehl SITZ - BLEIB . Erklären Sie dem Besucher, er solle den Blickkontakt mit dem Tier vermeiden und sich bei der Überreichung des Leckerbissens hinhocken. Der Hund wird das Knurren einstellen und den Leckerbissen nehmen.

Langeweile!
Hunde sind gesellige Rudeltiere, deren Sinn, Geist und Körper nach Stimulierung verlangen. Wenn Sie bei Ihrer Heimkehr ein von Ihrem Hund angerichtetes Chaos vorfinden, dann ist die Vermutung falsch, Ihr Liebling hätte sich ausgetobt, um sich für das Alleinsein zu rächen. Hunde sind unfähig zu vorsätzlichen Eigentumsdelikten. Heulen, Graben, Zerstören, Springen und stereotypes Hinundherrennen sind allesamt ein Ausdruck von Kummer und Angst, von Frustration und Langeweile. Durch Langeweile verursachte Probleme können Sie dadurch vermeiden, dass Sie die körperlichen und geistigen Bedürfnisse Ihres Hundes auf natürliche Weise befriedigen.
Problemvermeidung!
Ausreichende Beschäftigung
Bevor Sie Ihren Hund allein lassen, sollten Sie ihn körperlich und geistig ausgiebig beschäftigen. Erschöpfte Hunde bellen, graben und zerstören im allgemeinen weniger als solche mit überschüssiger Energie.
Spielzeug
Wenn Sie Ihren Hund allein lassen, geben Sie ihm ein Spielzeug, auf das er besonders versessen ist. Reiben Sie das Spielzeug in den Händen, um ihm Ihren Geruch mitzuteilen; dann fühlt sich der Hund noch geborgener.
Begegnung mit anderen Hunden
Sondern Sie Ihren Hund nicht von anderen Hunden ab. Arrangieren Sie Zusammenkünfte, damit Ihr Schützling mit Artgenossen richtig sozialisiert wird.
Begleitung zum Arbeitsplatz
Man sollte Hunde nicht den ganzen Tag allein zu Hause lassen, denn sie brauchen Gesellschaft und Beschäftigung. Wenn Sie Ihren Hund ins Büro mitnehmen, sofern das möglich ist, reduzieren Sie seine Langeweile und Zerstörungslust.
Ein freundlicher Helfer
Falls Sie Ihren Hund längere Zeit allein lassen müssen, können Sie Probleme, die durch Langeweile entstehen, dadurch verhindern, dass Sie einen Hundeausführer engagieren. Oder bitten Sie einen Freund mit dem Hund regelmäßig Gassi zu gehen.
Vorausplanung
Testen Sie das verhalten Ihres Hundes, indem Sie ihn mit einem Spielzeug in einem Raum allein lassen. Kommen Sie nach wenigen Minuten zurück, und loben Sie ihn, wenn er seinen Einsamkeitsgefühlen nicht durch Bellen, Hinundherrennen oder Kratzen an der Tür Luft gemacht hat. Wiederholen Sie diese Lektion in verschiedenen Zimmern und mit unterschiedlichen Zeitspannen, bis der Hund allein bleiben kann, ohne sich zu fürchten.
Leiser Abschied
Verlassen Sie leise das Haus. Ziehen Sie die Vorhänge zu, und lassen Sie ein Radio oder Fernseher laufen, damit ablenkende Außengeräusche überdeckt werden. Bedenken Sie, dass selbst ein wohlerzogener Hund in einer neuen Wohnung unter Trennungsschmerz leiden kann.
Nervosität
Nervöses verhalten trifft man am häufigsten bei kleinen Rassen. Es kann jedoch auch unvermittelt bei vielen anderen Hunden auftreten, und zwar aus vielerlei Gründen. Eine Angst vor lauten Geräuschen ( Auspuffknall, Donner, Feuerwerk usw...) kann sich entwickeln- sogar bei Jagdgebrauchshunden. Manche Hunde geraten in Panik, wenn sie bewegliche Objekte sehen, die sie nicht kennen, zu Beispiel Skateboards, Kinderwagen oder Heißluftballons. Andere fürchten sich vor Menschen mit Krücken oder im Rollstuhl. Auch körperliche Misshandlung kann der Grund sein, warum ein Tier handscheu wird, aber in den meisten Fällen lassen sich Misshandlungen als Ursache nicht nachweisen.

"Sägt der Hund am Chefsessel?"
Sogar ein Hund mit stark ausgeprägter Veranlagung zum Rudelführer wird nicht einfach ohne Vorwarnung über uns herfallen, wenn er die Position zum Leittier anstrebt.
Er wird Schritt für Schritt vorgehen, so lange den Ranghöheren provozieren, bis dieser ihn in die Schranken weist.
Akzeptiert er seine rangniedere Position immer noch nicht, kommt es letztendlich zu einem ernsthaften Konflikt.
Es muss in der Familie (Rudel ) gar nicht erst zu einem ernsthaften Konflikt kommen, wenn man auf bestimmte erste Alarmzeichen von Rangordnungsauseinandersetzungen reagiert.
Es ist weder lustig, doch nur ärgerlich, wenn der Hund anfängt Sachen von Familienangehörigen oder sogar deren Beine durch Urin zu markieren.
Eine weitere Imponiergeste ist das "Aufreiten". Hierbei handelt es sich nicht um eine fehlgeleitete oder frustrierte Sexualität des Tieres, sondern um eine wie beim "Urinieren" massive Provokation.
Diese beiden Statussymbole bedeuten für die betroffenen Personen nichts Gutes.
Trefflicher kann der Hund seine schlechte Meinung von Ihnen gar nicht zum Ausdruck bringen!
Hier muss spätestens reagiert werden, mit PFUI und SITZ oder wenn nötig mit dem Griff am Nackenfell , wird der Hund zur Ordnung gerufen!
Für gewöhnlich fangen Hunde beim schwächsten Familienmitglied an und bestärkt werden sie oft auch noch, wenn sie erster in der Futterrangordnung sind.
Es ist wichtig, bei den aller ersten Anfängen einzugreifen und dem Hund deutlich zu machen, dass er z.B. Ihre Kinder genauso respektieren muss, wie Sie selbst.
Anderenfalls kommt es zu einer Reihe von Provokationen Ihren Kindern gegenüber, wie z.B., Anknurren, Zähne zeigen, Zwacken, oder sogar Beißen.
Für ein solches DROHVERHALTEN gibt es keine Entschuldigung, hier ist es spätestens Zeit, die Situation geklärt zu haben.
Durch die oft jahrelang falsch verstandenen Imponier- und Drohgebärden zwischen Mensch und Hund können tatsächlich gefährliche Situationen entstehen. Es wäre schade, es dabei bewenden zu lassen, bis wirklich ein ernster Zwischenfall passiert.

Gewöhnung an die Box!
Uns kommt die die Drahtbox vielleicht wie ein Gefängnis vor, aber für einen Hund, der sich schon im Welpenalter an sie gewöhnt hat, wird sie zu einem Lieblingsaufenthalt, zu einem Ort der Geborgenheit. Boxen dürfen nie als Strafmittel eingesetzt werden. Die Gewöhnung an die Box fördert die Stubenreinheit, verringert potentielle destruktive Neigungen und erleichtert das Reisen mit dem Hund.
Bevor man mit der Boxenerziehung beginnt, stattet man den Behälter mit einer weichen Unterlage, einem Trinknapf und einem interessantem Spielzeug aus. Lassen Sie die Tür anfangs offen.
Mit einem Leckerbissen und dem Befehl "Geh in deine Box" lockt man den Welpen in sein neues Haus. Achten Sie darauf, dass die Tür offen bleibt, damit das Tier die Box jederzeit verlassen kann.
Sobald sich der Welpe an die Box gewöhnt hat, benutzt er sie auch weiterhin, ohne dazu gedrängt zu werden.
Schließen Sie die Tür für einige Minuten, während der Welpe selbstzufrieden spielt. Stellen Sie die Box an einer belebten Stelle auf.
Der entspannte Welpe entschlummert in der Sicherheit seiner Box. Voll eingewöhnte Welpen sollten jedoch nicht länger als zwei Stunden pro Tag in der Box bleiben und sich wieder austoben können.
Das Reisen mit dem Hund wird erleichtert, wenn Sie ihn als Welpen an die Box gewöhnt haben. In seinem privaten Behälter fühlt sich das Tier beim Autofahren sicher. Es wird bei einer scharfen Bremsung auch nicht zum Wurfgeschoss.
Grundsätzliches
Seien Sie konsequent in Ihren Anweisungen, schon vom ersten Tag an. Überlegen Sie sich rechtzeitig, was der Hund darf oder nicht und bleiben Sie dabei.
Machen Sie Ihrem Hund mit dem Tonfall Ihrer Stimme deutlich, ob Sie mit ihm zufrieden sind oder nicht.
Lob
Das Lob erfolgt mit heller, freundlicher und ruhiger Stimme. Es kann verstärkt werden mit ruhigem Streicheln und / oder einem Leckerchen. Auch das Spielen ist für ein Hund Belohnung.
Tadel
Der Tadel erfolgt mit harter und tiefer Stimme und möglichst immer mit den selben Worten, wie z.B. PFUI, NEIN oder PFUI IST DAS. Treten Sie dabei entschieden und ziel-bzw. selbstbewusst auf.
Wichtig
Ihre Reaktion (egal ob Lob oder Tadel) müssen stets unmittelbar auf die Handlung Ihres Hundes erfolgen. Damit er beides miteinander verknüpfen kann. Zu spät erfolgte Strafen verunsichern den Hund und beeinträchtigen sein Vertrauen zu Ihnen.

Sexualprobleme!
Ein starker Sexualtrieb ist bei Hunden völlig normal, kann jedoch manchmal Ärger machen. Die geschlechtsbedingten Probleme- Duftmarkierung mit Urin, Streunen, Revierverteidigung, Kämpfe mit anderen Hunden und übertriebner Beschützertrieb- treten am häufigsten bei Rüden auf und lassen sich am einfachsten durch eine Kastration ausschalten. Einen Rüden die Freuden des Sex genießen zu lassen ist kontraproduktiv, denn die Folge kann ein übersteigertes Sexualverhalten im späteren Hundeleben sein. Bei Hündinnen wirkt sich die Kastration im allgemeinen kaum auf das Verhalten aus; allerdings kann dadurch eine ohnehin vorhandene Dominanz noch verstärkt werden. In jedem Fall kann man die sexuelle Betätigung in beiden Geschlechtern durch eine sorgfältige Erziehung unter Kontrolle halten.
Sexuelles Ersatzobjekt
Hündinnen lassen sich von einem Rüden nur an wenigen Tagen der Läufigkeit besteigen. Rüden begegnen nur selten läufige Hündinnen, und deswegen versuchen sie oft ihren Besitzer zu begatten. Das kommt auch bei Hündinnen vor. Es ist eine harmlose- aber lästige- Verhaltensweise, die vielfach schon bei noch nicht geschlechtsreifen Jungtieren zu beobachten ist. Wenn Sie einem Welpen erlauben, Ihre Beine zu besteigen, können Sie diese Angewohnheit später nur noch schwierig korrigieren.
Gegenmaßnahme
Jedes mal wenn der Hund den Arm oder das Bein einer Person zu besteigen versucht, sagen Sie "Nein" oder "Pfui", Entfernen Sie ihn mit Hilfe der Leine und isolieren Sie ihn eine Minute lang. Bei starker sexueller Erregung empfindet er jeden körperlichen Kontakt- sogar eine Bestrafung - als potentiellen Genuss; fassen Sie ihn also nicht an.
Die Isolierung ist eine symbolische Geste und sollte nur ganz kurz dauern. Lassen Sie den Hund nach einer Minute wieder zu sich, aber ignorieren Sie ihn zunächst.
Nachdem Sie den Hund einige Minuten ignoriert haben, befehlen Sie ihm "Sitz". Geben Sie ihm eine Belohnung und spielen Sie mit ihm. Die Tatsche, dass er Ihr Bein bestiegen hat, deutet darauf hin, dass er eine körperliche und seelische Stimulierung braucht. Achten Sie darauf, dass er sich ausgiebig austoben kann.
Besteigen von Gegenständen
Werden die Versuche des Rüden, einen Hund oder Menschen zu besteigen, zunichte gemacht, wendet er sich oft Plüschspielzeugen, Kissen oder Teppichen zu. Dieses Verhalten ist ganz normal, kann aber zur Beschädigung des Gegenstandes führen und manche Menschen abstoßen.
Gegenmaßnahmen
Befehlen Sie "Runter", wenn sich der Hund auf den Teppich stürzt, und bespritzen Sie ihn mit einer Wasserpistole. Der Wasserstrahl irritiert die meisten Tiere. Sie sollten jedoch einsehen, dass Ihr Hund gelangweilt und frustriert ist, und ihn körperlich und geistig mehr beschäftigen.
Besteigen von Besuchern
Manche Rüden versuchen, das Bein eines Gastes zu besteigen, um einfach nur Beachtung zu finden. Andere tun das, weil sie begriffen haben, dass sie sich bei Mitgliedern ihrer Familie so etwas nicht herausnehmen dürfen.
Gegenmaßnahme
Ziehen Sie den Hund an der Leine fort, und sperren Sie ihn in einem anderen Zimmer ein, bis der Besuch wieder gegangen ist. Oder wiederholen Sie die aus Isolierung, Missachtung und Befehl bestehende Übung. Ersparen Sie sich Peinlichkeiten, indem Sie den Hund in einem anderen Raum absondern, wenn Sie Besuch bekommen, oder ihn anleinen und den Gast bitten, ihn nicht zu liebkosen oder zu erregen.
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Hund alleine lassen!
Ihr Welpe ist noch sehr abhängig von Ihnen. Er braucht Ihre Zuneigung, Ihr Lob und Ihre Gesellschaft. Während des vierten Monats wird er unter Umständen noch anhänglicher und beobachtet jeden Ihrer Schritte. Er folgt Ihnen bei jeder Gelegenheit dicht auf den Fersen. Wenn Sie kein anderes Haustier haben, kommt seine Abhängigkeit noch stärker zum Ausdruck und er hat möglicherweise große Schwierigkeiten Sie aus seinem Gesichtskreis verschwinden zu lassen.
Spätestens jetzt müssen Sie ihm beibringen, die Abwesenheit von Menschen zu ertragen, sonst werden Sie später große Mühe haben. Es kommt darauf an, dem Welpen wissen zu lassen, dass Sie mit Sicherheit zurückkommen, wenn Sie weggehen und ihn alleine lassen. Sie müssen ihn in mehreren Schritten entsprechend konditionieren, das heißt, daran gewöhnen, ruhig zu bleiben und sich still zu verhalten, auch wenn er von seiner Menschenfamilie ( dem Rudel ) getrennt ist. Das fängt man ganz langsam an, indem man ihn mal kurz innerhalb der Wohnung alleine lässt, dann zurückgeht und lobt, wenn es sich gut benommen hat. Machen Sie es, wenn er sowieso vom Spielen oder Spazieren gehen müde ist. Man soll zwar den Welpen mitnehmen, wann immer es möglich ist um ihn an alle Arten von Situationen zu gewöhnen, aber Sie werden einmal damit beginnen müssen, ihn für kurze Zeit alleine im Haus zurückzulassen. Sie sollten dies auch tun, wenn Sie nichts Bestimmtes vorhaben. Gehen Sie einmal zur nächsten Straßenkreuzung oder fahren Sie zum Postamt oder tun Sie sonst irgend etwas, aber tun Sie es regelmäßig. Führen Sie auch jedes mal dieselben Routinehandlungen durch, auch wenn Sie nur für zehn Minuten das Haus verlassen. Schließen Sie die Fenster oder Türen, schalten Sie das Licht aus, gehen Sie zur Garderobe, nehmen Sie sich einen Mantel oder Jacke, stecken Sie die Autoschlüssel ein, und nehmen Sie Ihre Handtasche, Ihre Mappe oder sonst etwas - eben das, was Sie normalerweise mitnehmen würden, wenn Sie mehrere Stunden fortgingen. Ihr Welpe wird schnell lernen, die Anzeichen dafür zu erkennen dass Sie das Haus verlassen wollen, auch wenn Sie sich je nach Jahres- oder Tageszeit auf etwas anderes vorbereiten. Überlegen Sie sich also, was Sie normalerweise bei Abwesenheit von ungefähr acht Stunden tun würden. Versuchen Sie, alle Handlungsabläufe und Handgriffe zumindest für einige Wochen gewissenhaft zu wiederholen, bis Sie merken, dass Ihr Welpe bereit ist Ihr Fortgehen zu akzeptieren. Falls Sie ihn bis jetzt regelmäßig mitgenommen haben, kann er in Aufregung geraten, wenn Sie Ihre Vorbereitungen zum Fortgehen treffen. Richten Sie vielleicht deshalb in der Routine des Aufbruchs einige Worte an ihn, zum Beispiel "Nein, du kommst nicht mit!", oder einfach "Nein". Es schadet nichts, wenn Sie sich von dem Welpen verabschieden, aber machen Sie das Tier nicht glauben, Ihr Fortgehen sei ein großes Ereignis. Es genügt wenn Sie einfach sagen; "Sei ein braver Hund" oder "Bis bald!" Es ist wichtig, dass Sie tatsächlich weggehen, glauben Sie nicht, Ihr Welpe merkt es nicht, wenn Sie sich nur in die Garage oder den Garten begeben. Er wird Ihre Nähe spüren und vielleicht glauben, dass er Sie durch sein Bellen oder Winseln zurückholen kann.
Die Ansicht, nach der es sinnvoll sein soll, draußen vor der Türe zu warten, um zu sehen, was passiert, und dann schnell zurückgehen, um den Hund zu bestrafen, falls er bellt, ist veraltet. Es ist eine "negative Bestärkung". Alles was Sie damit erreichen ist nur, ihn für sein Bellen mit Ihrer Rückkehr zu belohnen. Weil es ihm vor allem um Ihre Zuneigung geht, wird er sich nicht einmal viel aus Ihrem Schimpfen machen! Wenn Sie zurückkommen, auch wenn Sie nur 10 Minuten fort waren, begrüßen Sie Ihren Hund fröhlich und lassen Ihn sofort raus. Sparen Sie sich eine ausführliche Begrüßung, bis er Gelegenheit hatte sich zu erleichtern. Es könnte sonst sein, dass er vor lauter Aufregung uriniert. Begrüßen Sie ihn immer fröhlich, und lassen ihn sofort raus, bevor Sie sich mit irgendwelchen Problemen abgeben, die zwischenzeitlich entstanden sind. Ihr Heimkommen sollte immer ein freudiges Ereignis für den Welpen sein. Damit es das auch für Sie ist, räumen Sie besser alles außer Reichweite was er zerstören könnte, bevor Sie weggehen. Manche Welpen neigen zur Zerstörungswut, die aus der Angst vor dem Alleinsein oder aus Langeweile erfolgt. Beim Zerbeißen und Zerstören bekommt er seine Angst in den Griff, und langweilig ist es ihm dann auch nicht mehr.
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