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Ernährung:

Hunde - Stammvater Wolf ist ein Fleischfresser. Aber er stürzt sich auch gern auf den Mageninhalt seiner Pflanzen fressenden Beutetiere. Das bedeutet, er braucht auch pflanzliche Nahrung. Genauso ist es bei unseren erwachsenen Haushunden. Für sie hat man die Faustregel aufgestellt: Das Hundefutter soll aus etwa 1/3 Fleisch u. 2/3 pflanzlicher Nahrung bestehen.   Bleiben wir zunächst bei der nicht - pflanzlichen Nahrung. Welche ist gut für den Hund? Welche ist weniger geeignet? Seht euch diese Liste an:

Gut:

Hartes Muskelfleisch. Innereien wie Herz, Leber, Milz ( gekochte Leber kann stopfen, rohe Leber Durchfall verursachen, dies gilt auch für Milz). Frischer, ungereinigter Pansen ( das ist der Hauptteil des Wiederkäuer - Magens. Menschen finden, er stinkt, für Hunde riecht er nach Leckerbissen). Kutteln ( Kaldaunen, Gekröse, also der Vormagen des Rindes) Schlund. Fisch ( aber bitte entgrätet). Ei ( aber nicht täglich, nur ein bis zweimal in der Woche). Quark, Joghurt ( aber nicht Früchtejoghurt, u. auf keinen Fall als Ausschließliche Nahrung).

Schlecht:

Zu fettes Fleisch - auch Hühnermägen habe z.B. oft eine dicke Fettschicht, Wurst und Euter ( zu fett, kaum Nährkraft), Lunge ( kaum Nährkraft, füllt nur) und Nieren. Abfälle vom Ladentisch des Metzgers ( sie bestehen meist nur aus Wurstzipfeln und Fettresten). Reste vom Mittags - oder Abendbrottisch ( sie sind für Hunde zu stark gewürzt).

Achtung:

Rohes Fleisch ist gut. Wenn eurem Hund gekochtes besser schmeckt, könnt ihr es ihm geben, aber es soll nur kurz angekocht sein. Es reicht ihm, wenn es handwarm ist. Das Hundefutter dürft ihr nie dem Hund geben, wenn es gerade heiß aus dem Topf kommt, aber auch nicht, wenn es gerade kalt aus dem Kühlschrank kommt.         Nun zum pflanzlichen Futter. Auch hier wieder eine Liste:

Gut:

Hundeflocken, gekochter Reis, Haferflocken, Weizenflocken, Gemüse wie pürierter gekochter Spinat. Mohrrüben (roh), Löwenzahnsalat (roh). Apfel (roh). Etwas Petersilie (roh). Etwas Blumenkohl (gekocht). Hartes Brot und Nudeln.

Schlecht:

Hülsenfrüchte.

Achtung:

Diese Pflanzenkost ist nur als Beikost gedacht! Ein reiner Gemüse- oder Obsttag ist nichts für den Hund.  Die Forschung, die sich mit richtiger Hunde-Ernährung beschäftigt, ist noch jung. Und in den Köpfen von Hundeliebhabern haben sich etliche Vorurteile festgesetzt, was ein Hund auf keinen Fall haben darf u. andererseits was er fressen muss. Sehen wir uns dies einmal genauer an und stellen wiederum zwei Listen auf:

Irrtum:

Die Meinung, das ein Hund keinen Käse fressen darf, da Käse seinen Geruchssinn beeinträchtigt, stimmt nicht. Auch Fährtenhunde fressen Käse und finden die Spur trotzdem. Gebt also eurem Hund ruhig ein Stück Käse, wenn es ihm schmeckt. Auch die Aussage: Hunde dürfen kein Fett fressen, stimmt nicht. Ein Hund braucht Energien. Fett bringt sie schnell, konzentriert und gut verdaulich. Zwischen zehn und zwanzig Prozent darf der Fettgehalt seines Futters sein. Das bedeutet allerdings nicht, das ihr ihm eine dicke Schmaltbrotschnitte geben sollt. Auch mageres Fleisch hat einen gewissen Fettgehalt. Außerdem stimmt auch nicht, das Hunde Milch trinken müssen. Erwachsene Hunde kommen gut ohne Milch aus. Wenn sie ihnen gut schmeckt, könnt ihr ihnen manchmal einen Schluck geben. Aber Vorsicht! Milch kann Durchfall erzeugen. Die Meinung, das Hunde salzlos ernährt werden müssen, stimmt ebenfalls nicht. Sie brauchen Salz. Allerdings ist genug Salz im Fleisch enthalten. Ihr braucht also nicht mit dem Salzstreuer übers Futter zu gehen.

Richtig:

Gewürze wie Pfeffer u. Paprika sind für einen Hund ungeeignet. An Curry begeistert er sich bestimmt nicht, denn seine Vorfahren haben auf freier Wildbahn bestimmt keine Currywurst erbeutet. Süßigkeiten wie Schokolade u. Bonbons machen ihn nicht nur fett, sondern schaden auch seinen Zähnen. Seine eigenen Futtereste gehören in den Mülleimer, wenn sie im Futternapf liegen bleiben, gären sie. Verschimmeltes Futter kann für Hunde tödlich sein.

Achtung:

Ein Hund braucht auch Vitamine. Wenn ihr zuviel Fett füttert, leidet er an Vitamin-B-Mangel. Bei ausgewogener Ernährung, oder bei Fütterung mit Dosenfutter, bekommt er die nötigen Vitamine u. Mineralien mitgeliefert. Ein Hund braucht Wasser. Bekommt er nichts zu trinken, stirbt er nach wenigen Tagen. An Hunger stirbt er erst, wenn er ein Viertel bis zur Hälfte seines Körpergewichtes verloren hat. Wissenschaftler haben festgestellt, das ein Hund bis zu sechzig Tage hungern kann, ohne dauernd geschädigt zu sein. Aber soweit wollen wir es nicht kommen lassen.

Wie viel soll ein Hund zu fressen bekommen ?

Meiner Meinung nach ist es am besten, wenn ihr selber herausfindet, wie viel euer Hund fressen muss. Das könnt ihr verhältnismäßig einfach. Füllt eurem Hund den Napf. Lässt er etwas übrig, habt ihr ihm zuviel gegeben. Gebt ihm beim nächstemal etwas weniger. Wenn er aber den Napf leert und nach mehr Ausschau hält, wars zuwenig. Gebt ihm dann etwas mehr.  Eine Faustregel sagt:  Pro Kilogramm Körpergewicht braucht ein gesunder, normalgewichtiger, also nicht zu dicker, erwachsener Hund zwischen 20 u. 35 Gramm futter am Tag. Die richtige Hundeernährung wird heute allerdings wissenschaftlich erforscht. Nachstehend findet ihr die allerneusten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse für richtige Hunde-Ernährung. Erforscht vom Animal Studies Center for Small Animal Nutrition, Waltham, England.

Alter

Alte Hunde müssen besonders sorgfältig ernährt werden. Im Alter treten altersbedingte Krankheiten wie Nieren-, Kreislauf- und Leberschäden sowie Zuckerkrankheit auf. Deshalb soll man alte Hunde regelmäßig vom Arzt untersuchen lassen. Altersbedingte Nahrung besteht aus hochwertigem Eiweiß (unter Reduzierung des Anteils an tierischem Eiweiß), etwas weniger Fett u. Kohlenhydraten. Der tägliche Kalorienbedarf ist um 10 % geringer als beim erwachsenen Hund der gleichen Rasse. Dies ist wichtig, damit sich beim Rückgang der allgemeinen Beweglichkeit und der täglichen Bewegung nicht noch unnötig Fett ansammelt. Fertigfutter ist für den alten Hund besonders geeignet, da in diesem Futter sowohl hochwertiges Eiweiß als auch die zusätzlich erforderlichen Mineralstoffe (Kalzium u. Phosphor) enthalten sind. Zudem stimmt auch der Anteil von Fett und Kohlenhydraten, so das dieser Gesichtspunkt für den alten Hund ebenfalls berücksichtigt ist.

Appetitlosigkeit

Frist ein Hund nicht mit Appetit, dann sollte man zunächst überlegen, ob er verliebt ist (RÜDE) oder ob sich eine Läufigkeit bei der Hündin ankündigt. Auch kann ein Zahnschmerz die Ursache sein: Der Junghund wechselt zwischen vier und sieben Monaten seine Zähne und mag dann oft nicht fressen; er holt das versäumte aber schnell wieder nach. Der ältere Hund kann Zahnstein u. dadurch Schleimhautdefekte haben oder wackelnde, schmerzende Zähne. Kommt zur Appetitlosigkeit aber erhöhte Temperatur, etwa ab 39 Grad Celsius, eventuell noch Erbrechen, dann sollte man den Tierarzt aufsuchen.

Ballaststoffe

Die unverdaulichen Substanzen in der Nahrung. Zu viel Ballast ist nicht erwünscht, weil der Bauch unnötig schwer und voll wird. Außerdem rufen Ballaststoffe innerhalb kurzer Zeit wieder ein Hungergefühl hervor.   Merksatz:  Je mehr Rohfaser im Fressen, desto größer die Kotmenge.

Bedarf

Die Energiemenge, die dem Hund entsprechend seinem Alter und seiner Größe täglich zugeführt werden muss, damit er richtig ernährt u. nicht zu dünn oder zu dick wird.

Alter                      kcal pro Kilogramm

                             Körpergewicht und Tag

 4 Wochen   250 Kalorien

10 Wochen  200 Kalorien

14 Wochen  140 Kalorien

24 Wochen  130 Kalorien

30 Wochen  100 Kalorien

erwachsen      75 Kalorien in etwa.

Beifutter

Das was man zu reinem Fleisch geben muss, wie gekochter Reis, Haferflocken oder Nudeln mit Gemüse gemischt. Zur Vollnahrung in Dosen wie Trockenfutter oder zum Halbfeuchtfutter braucht kein Beifutter zugegeben werden.

Dosennahrung

Fertigfutter in der Dose. Entweder Fleischnahrung aus Muskelfleisch, Pansen, Herz, Leber u. Lunge, die zwar Vitamine u. Mineralstoffe enthält, jedoch keine pflanzlichen Bestandteile wie Gemüse oder Getreide. Diese müssen Zugefüttert werden, um so die Ausgewogenheit der Nahrung zu erziehlen. Oder Vollnahrung, dieser werden zusätzlich Rei, Gerste, Weizen oder Mais beigemischt. Weiterhin enthält Vollnahrung Gemüse, Hefe, Mineralien u. Vitamine. Damit enthält Vollnahrung alle Nähr u. Aufbaustoffe.

Durchfall (Diarrhoe)

Häufige wässerige oder breiige Entleerung des Darmes, die verschiedene Ursachen haben kann. Zum Beispiel:  Überangebot an schwerverdaulichem Eiweiß und/oder Kohlenhydraten; Nahrungsumstellung. Durchfall kann aber auch ein Zeichen von Krankheit sein, vor allem, wenn Blut im Kot ist oder Fieber auftritt. Zum Tierarzt gehen.

Eiweiß

Der wichtigste der drei Grundnährstoffe. Alle lebendigen Substanzen enthalten Eiweiß. Es muss unterschieden werden zwischen pflanzlichen und tierischem Eiweiß, wobei das tierische Eiweiß für den Hund den größeren Nährwert besitzt. Der Eiweißanteil der Nahrung soll beim erwachsenen Hund mindestens 20% oder knapp 5 Gramm pro Kilo Körpergewicht betragen. Beim heranwachsenden Hund 9 Gramm pro Kilo Körpergewicht.  Vorsicht:  Ein Überangebot an Eiweiß ( durch Nur-Fleisch-Nahrung) kann Störungen im Allgemeinbefinden und zu Spätschäden in Kieferknochen, Gelenken, Lunge und Nieren führen.

Energie

holt sich der Hund aus den Bausteinen der Nahrung, aus Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett. Sie wird vom Körper in Energieformen umgewandelt:

1)  in Wärme, damit die Körpertemperatur konstant 38,5 Grad beträgt;

2) in elektrische Energie, damit der Körper wachsen und ständig neue Zellen bilden Kann;

3) in mechanische Energie, damit der Hund atmen, bellen und laufen kann.

Muss der Hund zuwenig Energie aufbringen, dann wandelt es seine reichlich zugeführte Nahrung in Fett um.

Erbrechen

Der gesunde Hund schlingt oft mehr als er zunächst kauen Kann. Er zieht sich zurück und würgt das Futter wieder hervor, vor allem bei Verfütterung großer Teile, wie zu Bespiel Pansen. Auch einzeln gehaltene Hunde tun das mitunter. Bei erhöhter Temperatur oder bei Vorhandensein von Blut, Würmern, Plastik, Glas oder anderen Fremdkörpern sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

Fasttag

Ein Fasttag in der Woche ist für einen Hund durchaus natürlich und entspricht einer menschlichen Hungerpause von etwa vier Stunden. Ein freiwilliger Fasttag entschlackt den Hund. Das jeder Hund einen Fasttag braucht, ist eine überholte Anschauung : Ein richtig ernährter Hund braucht keinen verordneten Fasttag.

Fertigfutter

Speziell für Hundeernährung auf Grund wissenschaftlicher Forschung hergestellte Nahrung, die unter tiermedizinischer Kontrolle und den sehr strengen Vorschriften des Futtermittelgesetzes produziert wird. Man kann einen Hund allein mit Fertigfutter optimal ernähren. Denn vorgefertigte Tiernahrung gibt dem Hund, was seiner natürlichen Abstammung und Lebensweise am nächsten kommt: ein wertvolles Futter, das alle Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis enthält und so zur Gesunderhaltung beiträgt. Unter dem Strich ist Fertigfutter billiger, da es immer schwieriger wird, beim Metzger preiswertes und hochwertiges Fleisch zu bekommen. Für den Großstadthaushalt mit Hund ist Fertigfutter oft die einzige Ernährungsmöglichkeit.

Fette

Die Meinung, das Hunde Fett nicht verdauen können, ist falsch. Das Fett gehört zu den lebensnotwendigen Nahrungsgrundstoffen. Fett ist bei Vorhandensein von Kohlenhydraten im Futter ein wichtiger Energielieferant, dazu noch in konzentrierter Form, 1 Gramm Fett = 9,3 Kalorien. Der empfehlenswerte Fettgehalt im Hundefutter liegt zwischen 10 u. 25%  oder 1,4 Gramm pro Kilo Körpergewicht. Die Fettqualität muss gut sein; ranziges Fett ist schädlich, da es die Vitamine A u.E zerstört. Reine Fleischfütterung ist zu fett, da in ihr 50% und mehr Fett enthalten ist.

Fleischnahrung

Hunde, die nur mit Fleisch ernährt werden, werden krank. Sie haben einen schlecht geformten, übelriechenden Kot, ein mattes Fell und bekommen Verformungen des Knochengerüstes. Sie leiden an Kalziummangel. Die Ärzte behandeln heute mehr Hunde denn je, die Störungen im Allgemeinbefinden sowie Spätschäden an Lunge und Niere auf Grund reiner Fleischnahrung haben.

Fütterungszeiten

Der erwachsene Hund bekommt seine Mahlzeit ( eine am tag) möglichst zur gleichen Zeit. Als beste Zeit hat sich der Mittag erwiesen. Der Hund kann die zuviel aufgenommene Flüssigkeit bis zum Abend noch ausscheiden. Während der Nacht verdaut er den wertvollen Teil seiner Nahrung und bekommt am nächsten Vormittag wieder Hunger. Welpen werden mehrmals am Tag gefüttert: von der achten bis zur zwölften Woche vier Mahlzeiten, bis zum halben Jahr drei, bis zum ersten Geburtstag zwei, dann eine oder zwei.

Futtelmittelgesetz

Die Vorschriften für die Herstellung von Tiernahrung sind strenger als die für Menschennahrung. Es dürfen nur bestimmte Futtermittel verwendet werden. Mindestgehalte für Nährstoffe sind vorgeschrieben, und die wichtigsten Bestandteile müssen in ihrer enthaltenen Menge auf der Packung angegeben werden. Die Bestandteile werden durch ein staatliches Veterinäramt ständig kontrolliert.

Gemüse

Sie sind wegen der Vitamine ( besonders Vitamin B ) wichtig, müssen jedoch gekocht werden, damit der Hund sie verdauen kann. In der Regel werden beim Kochen zu Hause bis zu 80% des Vitamins B zerstört. Dadurch sinkt der Wert von Selbstgekochtem Gemüse.

Gewicht

Genau wie für Menschen gibt es auch für Hunde ein Idealgewicht. Es richtet sich nach der Rasse. Jede Abweichung nach oben oder unten ( zwischen 10 u. 20 %) ist ein Anzeichen für Krankheit oder unzureichende bis übermäßige Ernährung.

Gewöhnung

Je früher man den Hund an Fertigfutter gewöhnt, um so leichter geht es. Sonst stellt man ihn am besten um, wenn er richtigen Hunger oder einen Tag gefastet hat. Will man seinem Hund im Urlaub Fertigfutter geben ( was das Vernünftigste ist ), dann sollte man ihn schon Wochen vorher daran gewöhnen.

Gewürze

Gewürze im menschlichen Sinne ( wie zum Beispiel Pfeffer, Paprika oder Salz) braucht der Hund nicht; sie sind zudem für seine empfindliche Hundenase nicht zuträglich. Hundefutter kann nicht künstlich gewürzt werden, um es dem Hund schmackhaft zu machen.

Halbfeucht - Nahrung

ist als Vollnahrung so hergestellt, das absolut nichts hinzugefüttert werden muss. Der Feuchtigkeitsgehalt wurde bis auf 25% reduziert; der Hund muss den mangelnden Wassergehalt durch die Aufnahme von Frischwasser ergänzen.

Herstellung von Hunde Fertignahrung

Die Produktion von Hunde Fertignahrung unterliegt dem sehr strengen Futtermittelrecht, das in manchen Dingen schärfer gefasst ist als das Lebensmittelrecht. Für die verwendeten Rohstoffe und für die Mischung des Futters gelten sehr strenge Richtlinien, die eingehalten werden müssen. So genanntes Freibankfleisch wird nicht eingesetzt. Vitamine u. Mineralien sowie pflanzliche Materialien werden den fleischlichen Rohstoffen ( gereinigt, sortiert u. sofort tiefgefroren) zugesetzt. Damit wird ein besserer Gesamtwert für die Nahrung erzielt. Durch Strichproben während und auch nach der Herstellung werden die Mischung und die in ihr enthaltenen Nährstoffe überprüft.

Hygiene

Bei Hundefutter genauso wichtig wie bei der menschlichen Nahrung, da gerade rohes Fleisch zu schneller Bakterien und Schimmelpilzbildung führt u. damit die Infektionsgefahr erhöht wird. Fertignahrung wird unter absolut hygienischen Bedingungen ( Futtermittelrecht) hergestellt u. zusätzlich sterilisiert.

Innereien

Leber, Nieren und Herz bieten bestes und hochwertiges Eiweiß  in Konzentrierter Form. Pansen wird von Hund gern gefressen und ist ein guter Appetitmacher. Leber ist reich an Vitaminen A u. D, u. zwar so reich, das bei häufiger bis ausschließlicher Leberfütterung eine Vitamin -A- Vergiftung auftreten kann. Der Vitamingehalt wird im übrigen durch Dünsten oder Kochen vermindert.

Kalzium

Ein wesendlicher Mineralstoff, der zusammen mit Phosphor für die Knochenbildung von großer Bedeutung ist. Reine Fleisch- Ernährung führt zu einem Mangel an Kalzium und deshalb zu Missbildungen im Knochenbau. Kalzium ist ausreichend in der Vollnahrung enthalten ( Fertigfutter), so das keine Präparate hinzugefüttert werden müssen.

Knochen

sind kein Hundefutter. Die Salzsäure im Magen reicht nicht, um Knochen im Überangebot aufzulösen. Unaufgelöste Knochensplitter verhärten den Darminhalt (Verstopfung). Sie führen auch zu Verletzungen und Darmverschlüssen. Darmverletzungen ergeben sich auch durch splitternde Wild u. Geflügelknochen. Unbedenklich sind dagegen weiche Kalbsknochen oder Knochenmehl. Die Stoffe, die man Hunden früher durch Knochen geben wollte, sind heute im Fertigfutter vorhanden. Zum Kauen und Nagen tun Knochen aus Büffelhaut gute Dienste.

Milch

Obwohl zuviel Milch beim jungen wie beim erwachsenen Hund zu Durchfall führen kann, ist sie ein wertvoller Bestandteil der Hundenahrung, besonders in Form von Quark oder Molke. Das Kuhmilch zu fett für Hunde sei, stimmt nicht. Man sollte sie immer mit Kondensmilch oder Rahm aufwerten.

Obst

Es gibt Hunde, die Obst völlig ablehnen, andere fressen sogar Trauben und Kirschen. Zu viele Kirschsteine können zu Verstopfungen führen, Pflaumen und vor allem Pfirsichsteine setzen sich infolge ihrer rauen Oberfläche oft im Darm fest und müssen operativ entfernt werden, sofern die Ursache überhaupt richtig erkannt wird. Obstkerne von Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen u. Pfirsichen enthalten übrigens geringe Mengen von Blausäure. Hunde, vor allem Welpen können dadurch erkranken.

Quark

ist eine hochwertige Hundekost. Magerquark enthält 17 % leichtverdauliches Milcheiweiß. Aberer ist nicht ganz so nahrhaft wie Fleisch. 100 Gramm Magerquark haben 88,- 100 Gramm mageres Fleisch 130 Kalorien.

Rohes Fleisch

Das rohes Fleisch einen Hund scharf macht, ist ein Aberglaube. Rohes Fleisch unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung nicht von gekochtem Fleisch. Wenn allerdings nur rohes Fleisch gefüttert wird, führt es zu Spätschäden an Lunge und Nieren sowie zu Störungen im Allgemeinbefinden.

Ruhe

Nach der Mahlzeit braucht der Hund Ruhe. Schon seine Wolfsvorfahren gingen nach dem Fressen schlafen. Gewaltmärsche, Kunststücke oder Arbeit bekommen ihm nicht. Bei großen Rassen wie Doggen, Bluthunden, Deerhounds. Deutschen Schäferhund oder Mastiffs kann sich durch starke Bewegung nach dem Fressen der Magen umschlagen ( Drehen), ( Operation innerhalb von 6 Stunden lebensnotwendig).

Tierschutzgesetz

Die Hundeernährung ist im neuen Tierschutzgesetz verankert. Dort heißt es:,, Wer seinen Hund so ernährt, das Mangelerscheinungen auftreten, macht sich strafbar." Wobei Der Gesetzgeber nicht nur an das Hungernlassen gedacht hat, denn auch ein Füttern von falscher oder einseitiger Nahrung kann zu schweren Mangelerscheinungen führen.

Zusammenstellung

Eine richtige Hundenahrung täglich zusammenzustellen, ist nicht so leicht. In ihr sollen nicht nur die drei Grundnähstoffe Eiweiß, Fett u. Kohlenhydrate in einem richtigen Verhältnis zueinander stehen, sondern auch die lebensnotwendigen Spurenelemente u. Vitamine. Außerdem soll die Kalorienmenge stimmen. Da im Fertigfutter ( Vollnahrung) die Nährstoffe im richtigen Verhältnis zueinander enthalten sind u. genaue Kalorienzahlen berechnet wurden, tut man sich mit Fertigfutter am leichtesten, seinen Hund richtig zu ernähren.

Für Hunde ist Schokolade Gift !!!

Was beim Menschen eher Probleme auf den Hüften verursacht, kann für Hunde tödlich sein, den speziell der Hund ist durch Kakaoprodukte gefährdet, da sie die Toxine Theobromin und Koffein enthalten. Die tödliche Dosis an reinem Theobromin wird für den Hund mit 100-200 mg /kg angegeben, das heißt, dass ca.. 3 Tafeln Vollmilchschokolade oder eine Tafel Zartbitterschokolade einen 10-15 kg schweren Hund töten können. Den gefährlichen Wirkstoff Theobromin, den die Tiere nicht abbauen können, da ihnen hierzu das nötige Enzym fehlt.

Die Hunde zeigen 4-12 Stunden nach der Aufnahme Erbrechen und Durchfall, im weiteren Verlauf, Erregung, Zittern, Muskelkrämpfe, Lähmung der Hinterhand, Delirium und plötzlichen Tod durch Herzversagen. Letzteres resultiert aus einer Stimulation der Herzfunktion mit Entspannung der glatten Gefäß-und Bronchialmuskulatur. Hunde, die an Epilepsie leiden, können auf geringe Dosen von Theobromin mit Anfällen reagieren.

Zeigen sich die ersten Anzeichen oder besteht der Verdacht, dass der Hund zuviel Schokolade gemopst hat, sollte man unbedingt den Tierarzt zu Rate ziehen.

Hundehalter sollten stets darauf achten, dass vor allem erkundungsfreudige Welpen, aber auch ältere Tiere keinen freien Zugang zum Süßigkeits-Depot der Familie haben, das erfahrungsgemäß besonders vor Festtagen prall gefüllt ist. Auch Osternester sollten nicht in Reichweite der Hunde stehen.

Es ist dringend  davon abzuraten, dem Hund Schokolade und Pralinen anzubieten ( auch kein Osterhäschen oder ähnliches). Wenn Sie dies dennoch tun möchten, dann geben Sie ihrem Hund ein kleines Stück Hundeschokolade, die die genannten Stoffe in geringeren Mengen enthält als herkömmliche Schokolade.

 

                                                             

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                             

            

      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So wird gekocht So wird gekocht
Wenn ich doch Hunger habe Wenn ich doch Hunger habe
Mal sehen wer mir immer mein Futter klaut Mal sehen wer mir immer mein Futter klaut
sw-Cartoon_Hund auf Waage
Bereich Ernährung

Calcium-Versorgung von Welpen und Junghunden

leider immer noch ein Thema

 



Es hat sich herumgesprochen: Junge Hunde brauchen Calcium. Leider weiß kaum ein Hundezüchter oder -halter, wieviel Calcium sie brauchen und welche Mengen in welchen Futtermitteln zu erwarten sind.- Die Folge ist, daß Hundebesitzer oft mit tatsächlichen oder vermeintlichen Calciumquellen herumexperimentieren, wobei nur äußerst selten eine bedarfsgerechte Versorgung erreicht wird. Besonders häufig kommt es zu Fehlversorgungen, wenn es die Hundebesitzer besonders gut machen wollen. Um so mehr wird nämlich variiert und kombiniert und um so geringer wird die Wahrscheinlichkeit, einen “Treffer” zu erzielen. Sowohl der Calciummangel als auch eine erhebliche Überversorgung können bei wachsenden Hunden Skeletterkrankungen hervorrufen oder bestehende Dispositionen verschlechtern. Gerade großwüchsige Hunderassen sind sehr empfindlich gegen Fehler bei der Calciumversorgung, während kleinere so etwas eher verzeihen. Und gerade Besitzer großer Hunde wissen i. d. R., daß sie auf die Calciumversorgung verstärkt achten müssen, geben sich besondere Mühe und machen schlußendlich häufiger Fehler als Besitzer kleinerer Hunde. Um Züchtern und Haltern die Möglichkeit zu geben, ihre Fütterung zu überprüfen, sollen im folgenden typische Rationen, die zu fehlerhafter Calciumversorgung führen, beschrieben werden.


Besitzern großer Rassen ist durchaus bekannt, daß auf die Calciumversorgung verstärkt zu achten ist; leider unterlaufen häufig gerade deswegen Fütterungsfehler, mit schlimmen Auswirkungen.


Besitzern großer Rassen ist durchaus bekannt, daß auf die Calciumversorgung verstärkt zu achten ist; leider unterlaufen häufig gerade deswegen Fütterungsfehler, mit schlimmen Auswirkungen.



1. Calciumüberversorgung:
Calciumüberversorgung entsteht häufig, wenn zu einem Fertigfutter (Alleinfutter, Vollnahrung) zusätzlich calciumreiche Mineralfutter gegeben werden. Alleinfutter (Ausnahme: Futter für die Erhaltung. Diese Produkte sind nur für erwachsene Hunde gedacht und auch so deklariert) oder Welpenfutter enthalten ausreichend Calcium. Sofern das Futter aus-schließlich gefüttert wird und nicht noch größere Mengen an Extras wie Fleisch oder Tischabfälle usw. zur Deckung des Energiebedarfs herangezogen werden, sollte auf keinen Fall Futterkalk und auch kein zusätzliches Mineralfutter verabreicht werden. Dies gilt ebenfalls für alle Mittelchen, die, obwohl dies futtermittelrechtlich ausdrücklich verboten ist, versprechen, daß sie die HD lindern, sofern diese Produkte Calcium in größeren Mengen enthalten. Mineralfutter mit wenig Calcium (<5% ) kann man natürlich auch zum Fertigfutter zugeben, ohne Schaden anzurichten, letztlich ist es aber nur eine unnötige Ausgabe. Zur Verdeutlichung einige Rechenbeispiele. Ein Welpe im Alter von 3 Monaten mit einem augenblicklichen Gewicht von 17 kg und einem zu erwartenden Endgewicht von 60 kg benötigt 8,8 g Calcium pro Tag. Um den Bedarf an Energie zu decken, muß der Welpe 750 bis 800 g eines handelsüblichen kommerziellen Trockenfutters für Welpen aufnehmen. Solche Produkte enthalten i. d. R. zwischen 1,2 und 1,6 g Calcium pro 100 g. Die Calciumaufnahme beträgt demnach mindestens 9 und höchstens 12,8 g, der Bedarf ist gedeckt. Wenn jetzt zwei Eßlöffel Futterkalk zugelegt werden, so werden dadurch zusätzlich 16 g Calcium verabreicht und die Gesamtaufnahme wird mehr als verdoppelt. Da Futterkalk nur Calcium, aber keinen Phosphor enthält, wird ein zuvor ausgeglichenes Calcium-Phosphor-Verhältnis erheblich verschoben. Der Zusatz calciumreicher Mineralfutter, z. B. zwei Eßlöffel eines Produktes mit 20 % Calcium und 8 % Phosphor führt ebenfalls zu erheblicher Calciumüberversorgung, die Aufnahme beträgt dann immerhin fast 20 g Calcium, Phosphor werden um die 13 g aufgenommen. Bei jungen Hunden großwüchsiger Rassen wurde nachgewiesen, daß eine derartige Überversorgung mit Calcium zu verschiedenen Störungen des Skelettwachstums führen kann. Während des intensivsten Wachstums werden Überschüsse nicht - wie beim erwachsenen Hund - einfach wieder ausgeschieden, sondern sie führen zu Regulationsstörungen des Gleichgewichts zwischen Aufbau und Abbau des wachsenden Knochens.



Grafische Darstellung der Entwicklung eines Röhrenknochens bis zum tragfähigen Bestandteil des Skelettsystems - Teil 1


Grafische Darstellung der Entwicklung eines Röhrenknochens bis zum tragfähigen Bestandteil des Skelettsystems - Teil 1



2. Calciummangel
Bei hausgemachten Rationen ist Calciummangel nicht selten. Alle Futtermittel, die keine Knochen enthalten, sind calciumarm bzw. nicht ausreichend calciumreich, um den Bedarf eines wachsenden Welpen einer Riesenrasse zu decken. Dies gilt auch für Milchprodukte. Aus der Humanernährung übertragene Vorstellungen, daß ein Schluck Milch oder eine Tablette mit ein paar Milligramm Calcium zur Calciumversorgung wesentlich beiträgt, führen hier zu erheblichen Fütterungsfehlern. Schließlich braucht ein menschlicher Säugling i. a. über 10 Jahre, bis er ein Gewicht von 60 kg erreicht. Eine Dogge schafft das manchmal in weniger als einem Jahr. Kein Wunder, daß die Kalktabletten nicht austauschbar sind.


Teil 2 (Grafiken WALTHAM®/©Masterfoods GmbH)


Teil 2 (Grafiken WALTHAM®/©Masterfoods GmbH)



Auch hier zur Verdeutlichung einige Rechenbeispiele: Der oben genannte Welpe (3 Monate, aktuelles Gewicht 17 kg, erwartetes Gewicht des erwachsenen Hundes 60 kg) wird mit Fleisch und Getreideflocken gefüttert. Er benötigt zur Deckung des Energiebedarfs etwa 600 g durchwachsenes Rindfleisch und 300 g Haferflocken. Das Rindfleisch enthält pro 100 g ca. 10 mg Calcium, darüber werden also insgesamt 60 mg zugeführt, aus den Flocken kommen 240 mg. Mit dieser Ration werden dem Welpen also nur 300 mg Calcium angeboten, er benötigt aber etwa 8,8 g (=8.800 mg!) Fleisch und Getreide haben zwar einen Phosphorüberhang, die Phosphoraufnahme mit dieser Ration beträgt immerhin etwa 2 g. Deshalb wird das Calcium-Phosphor-Verhältnis mit etwa 0,1 : 1 sehr unausgeglichen. Trotzdem wird der Phosphorbedarf von etwa 4 g aber nur zur Hälfte gedeckt. Natürlich muß eine solche Ration ergänzt werden, es reicht aber nicht einfach irgendein Mineralfutter zu geben, sondern das verwendete Produkt muß genau das ergänzen, was in dieser Ration fehlt! Würde man z. B. einen Eßlöffel Futterkalk zugeben, würde zwar der Calciumbedarf in etwa abgedeckt, Phosphor würde aber weiterhin fehlen, und das Calcium/Phosphorverhältnis läge bei 4 : 1. Verabreicht man statt dessen 10 Kalktabletten mit je 50 mg Calcium und Phosphor, so ändert sich an der Versorgung nichts wesentliches (Aufnahme 0,8 g Calcium, 2,6 g Phosphor). Gibt man 40 g (2 Eßlöffel) eines Mineralfutters mit 12 % Calcium und 4 % Phosphor, so bessert sich die Versorgung mit Calcium erheblich (Aufnahme ca 5 g Calcium, Bedarf 8,8 g). Der Calciumbedarf wird jedoch immer noch nicht gedeckt, während jetzt ausreichend Phosphor zugeführt wird. Eine bedarfsgerechte Versorgung mit beiden Elementen bei ausgeglichenem Calcium-Phosphor-Verhältnis wird dagegen erreicht, wenn ein Produkt mit 22 % Calcium und 8 % Phosphor in einer Menge von 40 g zur Ergänzung der Ration verwendet wird. Dies darf keinesfalls so verstanden werden, daß man sich jetzt sagt: “Aha, ein gutes Mineralfutter muß also 22 % Calcium und 8 % Phosphor enthalten.” Zu einer anderen Ration, die z. B. calciumreiches Welpenfertigfutter enthält, wäre gerade so ein Mineralfutter ausgesprochen ungünstig. Also nochmals: Das Mineralfutter muß zur Ration passen. Es gibt kein “bestes” Mineralfutter für alle Rationen, genauso wenig wie es einen optimalen Hosenschnitt für alle Menschen geben kann, es gibt immer nur zur jeweiligen Ration passende oder unpassende Mineralfutter. Um zu überprüfen, ob das Mineralfutter zur Ration paßt, muß wenigstens überschlägig nachgerechnet werden. Werbeaussagen für Mineralfutter wie “Calcium besonders gut bioverfügbar” müssen mit großer Vorsicht betrachtet werden. Zum einen nutzt es gar nichts, wenn das Calcium besonders gut verfügbar ist, wenn zuwenig davon im Produkt drin ist, zum anderen sind die meisten Calciumverbindungen wie z. B. Futterkalk, Calciumphosphat oder auch Knochenmehl bei jungen Hunden recht gut verfügbar. Wenn also nicht gerade Gips verfüttert wird, dürfte ein Calciummangel i. d. R. nicht auf einer unzureichenden Verfügbarkeit beruhen, sondern darauf, daß - wie oben am Beispiel gezeigt - die Ration einfach nicht genug Calcium enthält. Eine andere Variante der Calciumunterversorgung ist die Ergänzung von Fertigfuttern mit calciumarmen Zulagen, nach dem Motto “ein Hund braucht ja auch noch frisches Fleisch” und/oder “der Züchter hat gesagt, daß er jeden Tag ein Paket Magerquark haben soll” oder “Distelöl für den Fellglanz” usw. Solange es sich dabei nur um ei-ne Ergänzung mit geringem Energiegehalt handelt, spielt das keine Rolle. Aber viele kleine und größere Extras summieren sich! Der Welpe erhält dann einen erheblichen Teil seine Energiebedarfs aus calciumarmen Extras. Er frißt entsprechend weniger Fertigfutter. Gerade wenn der Calciumgehalt der Fertigfutter sehr genau auf den Bedarf abgestimmt ist, kommt es beim Verschneiden mit calciumarmen Ergänzungen schnell zur Unterversorgung mit Calcium, eben weil es genau stimmen würde, wenn der Hund nur Fertigfutter fressen würde. Als Beispiel: Unser 3 Monate alter Welpe erhält zu Trockenfutter als Zusätze und Ergänzungen 100 g Rindfleisch, 200 g grünen Pansen, ein Häppchen Leber, ein Paket Magerquark und einen Eßlöffel Distelöl. Zur Deckung seines Energiebedarfs braucht er dann noch ca. 500 g Trockenfutter, (während er bei ausschließlicher Verwendung von Trockenfutter 750 bis 800 g fressen müßte). Aus den diversen Ergänzungen kommen ca. 400 mg Calcium, in 500 g Trockenfutter sind ca 6 g Calcium enthalten, zum Bedarf von 8,8 g fehlen täglich über 2 g Calcium.


Calciumüberversorgung kann bei großwüchsigen Rassen zu verschiedensten Störungen des Skelettwachstums führen. Und ausgelassene Bewegungsfreude, wie sie eigentlich natürlich sein sollte, ist daher oftmals nicht möglich.


Calciumüberversorgung kann bei großwüchsigen Rassen zu verschiedensten Störungen des Skelettwachstums führen. Und ausgelassene Bewegungsfreude, wie sie eigentlich natürlich sein sollte, ist daher oftmals nicht möglich.



Welche Möglichkeiten gibt es nun für den Hundehalter, solchen Fehlern vorzubeugen?
Zunächst sollte man sich genau überlegen, was der Hund alles erhält. Achtung, es zählt alles, was der Hund frißt, auch Kräuterpulver und ähnliches. Am besten man schreibt einige Tage lang alles auf, was man dem Hund gibt, und vergleicht mit den oben beschriebenen Beispielen. Wenn sich hier gewisse Ähnlichkeiten abzeichnen, so kann man die Größenordnung der Calcium- und Phosphoraufnahme selbst nachrechnen, oder eine Rationsberechnung durchführen lassen. Es gibt bereits Tierärzte/innen, die sich entsprechend fortgebildet und spezialisiert haben, und selbstverständlich bieten auch einige veterinärmedizinische Bildungsstätten diesen Service an. Die andere Möglichkeit ist, ausschließlich Fertignahrung zu verfüttern. Man kann entweder ein Alleinfutter, sogenannte Vollnahrung, oder ein Welpenfutter verwenden. Ungeeignet sind dagegen Produkte für den Erhaltungsstoffwechsel, die nur für erwachsene Hunde ausgewiesen sind, diese enthalten nicht genügend Calcium und Phosphor für das Wachstum. Auch wenn es nichts mit dem Calcium zu tun hat, soll an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen werden, daß zu schnelles Wachstum infolge Überfütterung mit Energie das Skelett ebenfalls schädigen kann und zwar auch ohne daß Fehler in der Mineralstoffversorgung hinzukommen! Proteinüberversorgung spielt dagegen nach heutigem Stand des Wissens nur eine untergeordnete Rolle.



Autor: Prof. Dr. E. Kienzle (Lehrstuhl für Tierernährung, Tierärztliche Fakultät, LMU München)


Bereich Ernährung

Vitamine

Zauberwort der modernen Ernährung

 



Nahrung ist Leben
Vitamine sind lebensnotwendige Nährstoffe, die der Organismus nicht selbst oder nicht in ausreichenden Mengen herstellen kann. Sie müssen deswegen in der Nahrung enthalten sein. Sind sie es nicht, kommt es zu Stoffwechselstörungen mit Mangelerscheinungen und Folgeerkrankungen. Da Vitamine nicht wie andere Nährstoffe “verbraucht” werden, benötigt der Hund nur relativ geringe Mengen in der täglichen Nahrung, die aber auch in der richtigen, tatsächlich benötigten Menge, enthalten sein müssen. Besonders gut ist dies möglich, wenn eine hochwertige Vollnahrung wie Pedigree® eingesetzt wird.
Eine wichtige Vitamineinteilung sollte jeder Hundehalter kennen: Vier der 12 für einen Hund wichtigen Vitamine sind fettlösliche Vitamine. Die anderen sind wasserlösliche Vitamine. Diese Einteilung hat für die Beurteilung des Vitamingehaltes von Nahrungsmitteln, von angeblich leistungssteigernden Vitaminzubereitungen oder für das Verständnis von Vitaminmangel- oder Überschußerkrankungen enorme Bedeutung. Jahrzehntelange wissenschaftliche Untersuchungen haben dazu geführt, daß der Vitaminbedarf von Hunden weitgehend aufgeklärt werden konnte. Dies gilt auch für einzelne Lebensphasen wie Trächtigkeit, Säugeperiode, Wachstum oder Leistung.

Bei fettlöslichen Vitaminen kommt es leicht zur Überdosierung
Vitamin A spielt eine bedeutende Rolle beim Wachstum von Hunden, besonders bei der Entwicklung und Reifung von Haut, Schleimhaut und Knochengewebe. Zur Deckung des Vitamin A-Bedarfes können Hunde entweder Vitamin A direkt oder die Vitaminvorstufe Beta-Carotin (aus pflanzlichen Futterquellen) aufnehmen. Letzteres wird in der Leber zu Vitamin A umgewandelt. Hunde im Haarwechsel sowie ältere Hunde benötigen etwa das Doppelte der Vitamin A-Mengen im Erhaltungsstoffwechsel. Auch trächtige und säugende Hündinnen haben, ebenso wie wachsende Hunde, einen erhöhten Vitamin-A-Bedarf. Eine Unterversorgung mit Vitamin A führt zu erhöhter Infektanfälligkeit. In schweren Fällen kann es zu Abmagerung, Gewichtsverlust und Lungenentzündungen kommen. Bei jungen Hunden wachsen die Nervenaustrittsstellen im Schädel zu, und es treten schwere Schäden am Nervensystem auf. Vitamin A steht auch in engem Zusammenhang mit Haut und Fell, ein Mangel bewirkt Hautkrankheiten und Fellverschlechterung. Eine Überversorgung mit Vitamin A führt ebenfalls zu Erkrankungen, z. B. zu Knochendeformierungen bei Welpen. Die Funktion von Vitamin D besteht überwiegend in der Aufrechterhaltung eines normalen Kalziumgehaltes im Blut. Also dem Mineralstoff, der das wachsende Knochengerüst des Hundes mineralisiert. Trächtigkeit, Laktation und Wachstum erhöhen den Kalzium- und Phosphorbedarf des Hundes beträchtlich. Eine Überversorgung mit Vitamin D geht mit Verkalkungen von Weichgeweben wie Lunge, Leber oder Nieren einher. Bei wachsenden Hunden kommt es zudem zu Mißbildungen von Kiefern und Zähnen. Will jemand seiner trächtigen Hündin etwas Gutes tun, sollte er keine zusätzlichen Vitaminpräparate verabreichen: zuviel Vitamin D kann zu schweren Schäden bei den ungeborenen Welpen führen.
Vitamin E spielt bei zellschützenden Prozessen eine Rolle. Es verhindert z. B. Schädigungen von Zellwänden durch Sauerstoffeinfluß. Der Vitamin E-Bedarf ist stark von der gleichzeitigen Zufuhr ungesättigter Fettsäuren und Selen abhängig. Dies bedeutet, daß eine artgerecht bilanzierte Vollnahrung, die diese Nährstoffe in den richtigen Mengen enthält, besonders wichtig ist. Auch für ein gut funktionierdendes Abwehrsystem ist Vitamin E von großer Bedeutung. Vitamin E-Mangel ist in der Praxis selten. Dabei treten Wachstums- und Bewegungstörungen infolge degenerativer Veränderungen der Skelett-, aber auch Herzmuskulatur auf.
Vitamin K spielt eine entscheidende Rolle bei der Blutgerinnung. Es ist für den raschen Verschluß von blutenden Wunden und Gefäßverletzungen mit verantwortlich. Hunde benötigen im Prinzip kein Vitamin K in der Nahrung, da ihre Darmbakterien es für sie produzieren.

Bei wasserlöslichen Vitaminen ist die Mangelversorgung häufiger
Vitamin B (Thiamin) hat eine überragende Bedeutung für das Nervensystem. Wichtig bei Leistungshunden: Der Vitamin B1-Bedarf wird ganz besonders durch die jeweils erbrachte körperliche Leistung beeinflußt. Ein Thiaminmangel kann auftreten, wenn Hunde einseitig mit thiaminarmen Futtermitteln ernährt werden (z. B. polierter Reis, Weißmehle, fettreiche Futtermittel, rohe Fische). Auch falsche Zubereitung (starkes Wässern oder Kochen) kann Ursache eines Thiaminmangels sein. Typische Folgen sind gestörtes Welpenwachstum, Wachstumsverlangsamung, Abmagerung und mangelnde Freßlust, Kotfressen. Chronische Mangelsituationen werden durch Störungen des Nervensystems deutlich: Erbrechen, Krämpfe, Muskelschwäche oder auch Kreislaufstörungen. Eine akute Überdosierung von Thiamin führt zu einem raschen Abfall des Blutdrucks und durch Ausfall des Atemzentrums zum Tode.
Vitamin B2 (Riboflavin) ist an so vielen verschiedenen Lebensvorgängen beteiligt wie kaum ein anderes Vitamin. Es wirkt praktisch an allen energiegewinnenden Prozessen der Körperzellen mit. Neben zahlreichen unklaren Krankheitszeichen kommt es durch Riboflavinmangel bei wachsenden Hunden häufiger zu Hornhautschäden des Auges, Hautentzündungen und Wachstumstörungen. Fehlbildungen bei Welpen von mangelversorgten trächtigen Hündinnen sind ebenfalls nicht selten.
Die Aufgaben der Pantothensäure ähneln denen von Vitamin B2 (Energiestoffwechsel). Da besonders Welpen einen enormen Energiebedarf haben, kommt es bei Pantothensäuremangel rasch zu Stoffwechselstörungen. Diese äußern sich in vielfältigen, eher uncharakteristischen Krankheitssymptomen: z. B. Appetitstörungen, Wachstumsverminderung bei Welpen, Auszehrung oder Krämpfe.
Niacin ist an verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt – u. a. am Aufbau von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten. Ein Niacinmangel kann bei einseitiger Fütterung von Getreideprodukten entstehen. Diese enthalten zwar Niacin, das aber nur schlecht vom Hund aufgenommen werden kann. Der Niacin-Mangel führt zur schwarzen Zunge, einer schweren Entzündung und Geschwürsbildung von Mund und Rachen mit blutigem Speichel. Gleichzeitig kommt es auch zu Hautentzündungen, Durchfällen und Störungen der Nervenfunktionen.
Vitamin B6 (Pyridoxin) ist intensiv am Aminosäurenstoffwechsel beteiligt und für die Blutbildung unverzichtbar. Typisch für einen Mangel an Vitamin B6 ist deswegen eine zunehmende Blutarmut, die bei chronischem Mangel zu Herzveränderungen, Nervenschäden oder Gewichtsverlust führt. Bei Welpen fallen neben der Blutarmut Appetitlosigkeit, Wachstumsverlangsamung und Hautveränderungen auf.
Folsäure ist wichtig für den Kohlenhydratstoffwechsel und den Aufbau von Eiweißen. Ein Folsäuremangel kommt bei Hunden praktisch kaum vor. Dies hängt wahrscheinlich damit zusammen, daß auch dieses Vitamin von den Darmbakterien zur Verfügung gestellt wird, so daß sich bei Mangel in der Nahrung keine Störungen entwickeln.
Dasselbe gilt auch für das Vitamin Biotin. Die Aufnahme des von Darmbakterien gebildeten Biotins wird durch Verfütterung von rohem Eiklar beeinträchtigt. Folge ist ein Biotinmangel mit Hautveränderungen und Fellverlust. Die Aufgaben von Biotin liegen in der inneren Atmung der Zellen.
Auch Vitamin B12 (Cobalamin) steht im Mittelpunkt eines der wichtigsten energieliefernden Stoffwechselprozesse. So werden die erbguttragenden Kernsäuren unter Mitwirkung dieses Vitamins gebildet. Bei einem Mangel an Vitamin B12 kommt es schnell zu Blutarmut, da die Zellteilung im Knochenmark gestört ist.



Lebensmittel oder Futter für Mensch und Hund, vielfach "frisch aus der Dose" oder "hausgemacht", die Geschmäcker sind verschieden, passen sich jedoch immer mehr an. Die "Ernährungsindustrie" versorgt Mensch und Hund mit allem was er braucht.


Lebensmittel oder Futter für Mensch und Hund, vielfach "frisch aus der Dose" oder "hausgemacht", die Geschmäcker sind verschieden, passen sich jedoch immer mehr an. Die "Ernährungsindustrie" versorgt Mensch und Hund mit allem was er braucht.



Wichtige Unterschiede zwischen fett- und wasserlöslichen Vitaminen
Da fettlösliche Vitamine im Organismus gespeichert werden können, bewirken sie bei Überdosierung leichter Gesundheitsstörungen, als wasserlösliche Vitamine. Diese werden schnell über die Nieren ausgeschieden. Bei fettlöslichen Vitaminen treten bei nicht bedarfsgerechter Zufuhr nicht sofort Mangelerscheinungen auf, da zuerst die gespeicherten Vitamine freigesetzt werden. Fehlen wasserlösliche Vitamine in der Nahrung, ist dies dagegen rasch – u. U. schon nach wenigen Tagen – festzustellen.
Vitamine sind empfindliche Stoffe, die leicht durch die Anwesenheit von Sauerstoff, Licht und Hitze zerstört werden können. Folge: Vitaminmangel beim Hund. Aus diesem Grund werden bei wissenschaftlich bilanzierten Vollnahrungen wie Pedigree® den Rohmaterialien bei der Produktion Vitamine zugesetzt. So – und nur so – kann garantiert werden, daß alle für den Hund lebensnotwendigen Vitamine auch in der Nahrung enthalten sind. Bei der Selbstzubereitung von Hundenahrung ist es dagegen nahezu unmöglich, den Vitamingehalt entsprechend wissenschaftlichen Empfehlungen optimal zu gestalten. Übrigens: immer wieder ist zu hören, daß künstliche Vitamine eine schlechtere Wirksamkeit hätten, als natürliche. Dies stimmt nicht, da künstliche Vitamine die gleiche chemische Struktur und Wirkung haben wie die natürlichen Vitamine. Eine Leistungssteigerung irgendwelcher Organfunktionen (z. B. der Muskeln) durch gesteigerte Vitamingaben findet weder beim Menschen noch beim Hund statt.
Grundsätzlich gilt für die Ernährung des Hundes: Die Verwendung einer hochwertigen Vollnahrung wie Pedigree® bietet keinen Raum für eine zusätzliche Vitaminergänzung, da diese einfach überflüssig ist und Schäden hervorrufen kann.

Quelle: PROPAGO

 

Bereich Ernährung

Bedeutung von Eiweiß

Protein und Fleisch - Fakten statt Legenden

 








"Essen hält Leib und Seele zusammen" - Die tägliche Mahlzeit muß abwechslungsreich und appetitlich sein, vor allem muß sie alle lebensnotwendigen Vitamine und Mineralstoffe ent-halten, die auch ein Hund braucht, um gesund zu bleiben. Auch die "beste Kost" aus der eigenen Küche, kann zu Man-gelversorgungen führen.



Wie ihre Stammväter, die Wölfe, sind auch Hunde auf hochwertiges Eiweiß (= Protein) in ihrer Nahrung angewiesen. Denn Proteine sind nicht nur der Hauptbaustoff des Organismus, sie sind auch bei allen Lebensfunktionen von der Immunabwehr über den Stoffwechsel bis zur Muskelbewegung einfach unersetzlich. Doch Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß. Beutetierfresser wie der Wolf haben ganz besondere Ansprüche an die Qualität des Nahrungsproteins. Nur Eiweiß aus Muskelfleisch und Innereien ist so zusammengesetzt, daß es den Bedarf des Hundes an essenziellen Aminosäuren decken kann.
Die richtige Ernährung ist die Voraussetzung für ein dichtes glänzendes Fell, ein leistungsfähiges Immunsystem und eine kräftige Muskulatur; kurz – für einen rundum gesunden, fitten und lebensfrohen Hund. Das beste Vorbild für eine artgerechte Kost liefert die Natur mit den Ernährungsgewohnheiten des Wolfs, dem Stammvater aller Hunde. Er ernährt sich hauptsächlich von Beutetieren und damit von Fleisch. Und Fleisch sollte auch das Grundnahrungsmittel für unsere Hunde sein. Denn im Gegensatz zu pflanzlicher Nahrung enthalten nur Fleisch und Innereien genau die Eiweiße, die für den Hund lebensnotwendig sind.
Gordon Arnott, Tierarzt und Ernährungswissenschaftler im Pedigree Center, erklärt: “Hunde brauchen besonders hochwertiges tierisches Eiweiß. Bis zu ein Drittel der Eiweißzufuhr benötigen sie allein schon für Haut und Fell. Und die Natur hat das wirklich clever eingerichtet: Hunde lieben Fleisch über alles, und das ist gut so, denn das liefert ihnen die tierischen Eiweiße, die sie brauchen. Deshalb sollte das Futter auch ausreichend hochwertiges Fleisch enthalten. Hunde sind einfach von Natur aus keine Vegetarier! Hier im Pedigree Center bekommen sie natürlich nur Nahrung mit bestem Fleisch, wie zum Beispiel Pedigree PUR.”

Warum ist gerade Eiweiß so wichtig?
Eiweiße sind in allen Zellen des Körpers enthalten. Als bedeutendster Baustoff des Organismus sind sie entscheidend für das Wachstum und die gesunde Entwicklung des Welpen. Auch beim ausgewachsenen Hund sind Proteine durch nichts zu ersetzen. Sie werden für den Erhalt der Körpersubstanz und die stete Erneuerung aller Gewebe eingesetzt. Darüber hinaus sind sie für alle lebenserhaltenden Körpervorgänge unentbehrlich. Hier nur ein paar Beispiele: Als Hormone steuern sie den Stoffwechsel, als Enzyme helfen sie bei der Verdauung der Nahrung und als Antikörper machen sie Krankheitserreger unschädlich. Ein Leben ohne Eiweiß ist einfach undenkbar.

Was zeichnet hochwertiges Eiweiß aus?
In erster Linie ist hier der Gehalt an essenziellen Aminosäuren zu nennen. Aminosäuren sind die ca. 20 Bausteine, aus denen sich die Proteine zusammensetzten. Man unterscheidet nicht-essenzielle und essenzielle Aminosäuren. Die nicht-essenziellen Eiweißbausteine kann der Organismus selbst bilden, die essenziellen Aminosäuren kann der Körper nicht herstellen. Sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sonst drohen Mangelerscheinungen, wie beispielsweise ein stumpfes Fell, Hauptprobleme, Muskelabbau und eine Abwehrschwäche gegen Krankheitserreger. In schweren Fällen kann der dauerhafte Mangel an essenziellen Aminosäuren sogar zum Tode des Tieres führen.
Für Hunde sind insgesamt 10 Aminosäuren essenziell, für den Menschen dagegen nur acht. Der Hund muß diese Aminosäuren also unbedingt mit der Nahrung aufnehmen, um gesund und vital zu bleiben. In pflanzlichen Eiweißen sind diese lebensnotwendigen Eiweißbausteine nur in geringer Menge vorhanden oder fehlen sogar völlig. Eine rein vegetarische Ernährung führt daher auf Dauer beim Hund zwangsläufig zu den genannten Mangelerscheinungen. Tierisches Eiweiß hingegen enthält nicht nur alle essenziellen Aminosäuren, es enthält sie auch in einer für den Hund idealen Zusammensetzung.

Hochwertiges Eiweiß ist hoch verdaulich
Der Nährwert des Eiweißes für den Hund wird außerdem durch seine Verdaulichkeit maßgeblich beeinflußt. Unter Verdaulichkeit versteht man den Grad, zu dem Nährstoffe vom Organismus verwertet und genutzt werden können. Pflanzliche Eiweiße können von Hunden nur schwer verdaut werden. Es bleiben unverdauliche Reste, die im Darm von Bakterien zersetzt werden. Nur ein kleiner Teil der dabei freiwerdenden Aminosäuren kommt dem Hund zugute, der weitaus größere Teil wird ungenutzt mit dem Kot ausgeschieden. Darüber hinaus entstehen bei diesem Zersetzungsprozess schädliche Stoffe, wie z. B. Ammoniak, die die Gesundheit des Hundes gefährden können. Hingegen sind Muskelfleisch und Innereien besonders leicht verwertbar. Ihre Verdaulichkeit beträgt bis zu 98 %.

Fleisch – von Natur aus der beste Proteinlieferant
Für die meisten Hunde geht nichts über den Geschmack von Fleisch. Und die Vierbeiner bevorzugen Fleisch nicht ohne Grund – die Natur hat dies so eingerichtet, damit Hunde immer zuerst ihren Bedarf an essenziellen Aminosäuren decken, bevor sie für sie weniger wichtige, andere Nahrungsmittel aufnehmen.
Allerdings käme es auch bei langfristiger Fütterung mit reinem Muskelfleisch zu einer Unterversorgung mit Mineralstoffen, insbesondere mit Kalzium, bestimmten Vitaminen und Ballaststoffen. Besonders Kalzium wird für viele lebensnotwendige Vorgänge im Organismus gebraucht, u. a. für die Muskelbewegung und für den Aufbau des Knochengewebes. Wenn der Körper nicht genügend Kalzium mit der Nahrung aufnehmen kann, bedient er sich aus den Kalziumvorräten im Skelett. Dieser Mineralstoffentzug hat zur Folge, daß die Knochen weich und brüchig werden. Es kommt zum lebensgefährlichen Krankheitsbild einer Osteodystrophie (Knochenerweichung).
Auf die richtige Mischung kommt es also an. Eine Kombination aus Dosennahrung und Trockenfutter hat sich besonders bewährt, natürlich kann der Hund aber auch ausschließlich mit Trocken- oder Feuchtnahrung ernährt werden – das hängt nicht zuletzt auch von den persönlichen Vorlieben ab. Premium-Produkte mit einem hohen Anteil an Qualitätsfleisch und Innereien sind für die Ernährung des Hundes ideal geeignet. Denn sie halten den Hund nicht nur fit und gesund, sie schmecken auch einfach hervorragend, weil sie den natürlichen Vorlieben des Hundes entsprechen.

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  Bereich Ernährung

Knoblauch in verträglichem Maße ist gut

 



Knoblauch ist Gift für unsere Hunde und Katzen - diese Meldung geistert seit einiger Zeit immer wieder durch die Medien. Initiiert in letzter Zeit durch das Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Züricher Universität, die 2006 publizierten, dass die toxische Dosis für Hunde bei 5 g pro kg Körpergewicht liegt.

Eigentlich hätten die schweizer Experten hier gar nicht mehr forschen brauchen, sondern nur im Buch „Ernährung des Hundes“ der Professoren Meyer und Zentek nachzulesen, die bereits 1998 diese Zahl publizierten. Was ist nun aber wirklich dran an der „Vergiftungswarnung“?

Anne Kinsky, Ernährungsberaterin und Bach-Blütentherapeutin hat dazu folgende Meinung: „Mein Rüde wiegt 25 kg und bekommt seit Anbeginn für eine gesunde Darmflora zweimal wöchentlich eine kleine Zehe unter die mit Kräutern und einem hochwertigen Öl aufgewerteten pürierten Möhren. 5 g pro Kilogramm Körpergewicht ganzer Knoblauch sind für unsere Hunde also toxisch. Nachvollziehbar, wenn wir uns diese Mengenangabe einmal 'auf der Zunge zergehen lassen'. Eine Knoblauchzehe wiegt etwa 2 bis 3 g. Ich müsste dem armen Tier also 7 Tage lang täglich 125 g puren Knoblauch verabreichen = etwa 50 Zehen, um die toxische Dosis zu erreichen. Beim Verzehr von Knoblauch verhält es sich nicht anders als bei vielen anderen Nahrungs- oder Arzneimitteln auch: Alles in Maßen!“

Natürlich machte der „Forscherdrang” vor weiteren vierbeinigen Kameraden des Menschen nicht Halt, getreu der Devise: Was für Hunde und Katzen giftig sein soll, kann doch auch für Pferde nicht gut sein. In einem sogenannten wissenschaftlichen Versuch stellte man eine Schädigung der roten Blutkörperchen ab einer Menge von 240 g (!) Knoblauch pro Tag fest.

Die Zeitschrift „FutterJournal” dazu: „Wie krank muss man sein, einem Pferd soviel Knoblauch zu füttern? Vielleicht kann man in Zukunft seinen akademischen Titel damit erwerben, dass man Pferde mit Himbeeren zwangsernährt und anschließend die Himbeere als Gift erklärt... Man stellt sich die Frage, ob altbewährte Naturstoffe durch unsinnige Überdosierungen in Misskredit gebracht werden sollen. Knoblauch gilt als durchblutungsfördernd, verdauungs-stabilisierend, als Vitalstofflieferant u.a. für Spurenelemente, antioxidativ und insektenabweisend.”

Die Futtermittelfirma grau hat seit Jahr und Tag in ihrem Golden Animal Care-Programm u.a. Knoblauch-Granulat und Knoblauch-Tabletten im Angebot.
Knoblauch wirkt auch beim Hund antibakteriell im Magen-Darm-Trakt, beugt Alterser-scheinungen vor und erhöht die Leistungskraft. Knoblauch hat blutreinigende und entgiftende Eigenschaften, die sich auch positiv auf die Reinigung der Haut auswirken (Ekzeme). Darüber hinaus vertreibt Knoblauch lästiges Ungeziefer, denn Zecken und Ungeziefer mögen keinen Knoblauch! Und das bestätigt tagtäglich eine Vielzahl zufriedener Kunden.

Der Tierarzt Dr. Korthäuer ist in einer Diensthundepraxis tätig und hat sich ebenfalls mit dem „Problem Knoblauch“ beschäftigt: „Knoblauchvergiftungen sind mir in 20 Jahren tierärztlicher Tätigkeit bisher nicht untergekommen, obwohl manche Tierbesitzer es schon etwas mit der Knoblauchgabe an ihre Hunde übertreiben. Da die Quelle (Institut für Veterinärpharma-kologie und -toxikologie der Züricher Universität) durchaus seriös ist, habe ich etwas nachgeforscht.
- Nach einer amerikanischen Veröffentlichung ist Knoblauch deutlich weniger giftig für Hunde als die normale Küchenzwiebel. Hier sollen Vergiftungen ab 40 g pro kg Hund, für einen 35 kg Diensthund also erst bei 1,4 kg (!) Zwiebeln auftreten. Bei Knoblauch müsste die Menge entsprechend deutlich höher sein und kann damit praktisch nicht vorkommen.
- Meine Anfrage beim Veterinärtoxikologischen Institut der Universität Zürich wurde von Herrn Prof. Dr. Nägeli freundlicherweise wie folgt beantwortet: „Die Fütterung von Knoblauch an Hunde kann sich günstig auf die Gesundheit auswirken. Empfohlen wird eine tägliche Dosis von 4g/Hund der frischen Knoblauchzehe“.

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