dackel-arten
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Bevor eine Beschreibung der Rassekennzeichen des Dackels vorgenommen werden kann, muß die Frage geklärt werden, welche Dackel es den überhaupt gibt. Es gibt drei Haararten, nämlich den Langhaar, den Rauhhaar und den Kurzhaar, und hinsichtlich der Größe ist zu unterscheiden zwischen dem Normalschlag,einem Dackel zwischen 5 bis 10 kg Gewicht und einem Brustumfang, direkt hinter den Vorderläufen an der breitesten Stelle der Brust über dem Widerrist gemessen, von mehr als 35 cm, dem Zwergdackel, mit einem Brustumfang von 30 bis 35 cm und einem Gewicht von etwa 3 bis 4 kg ( entscheidend ist nur der Brustumfang in einem Alter von mehr als 15 Monaten), und dem Kaninchendackel, mit einem Brustumfang bis zu 30 cm und einem Gewicht bis etwa 3,5 kg ( Auch hier ist nur der Brustumfang für die Anerkennung als Kaninchendackel entscheidend, und auch diese Feststellung darf erst im Mindestalter von 15 Monaten von einem anerkannten Formwert-oder Ausstellungsrichter getroffen und in die Ahnentafel eingetragen werden.) Die drei Haararten dürfen nicht miteinander gekreuzt werden. Bei den verschiedenen Größen ist es komplizierter. Bis 1980 durften Varietäten aller Größen untereinander gekreuzt werden. Von 1980 bis 1982 durften Dackel unterschiedlicher Größe nicht gepaart werden, und jetzt gilt, das die Zwerg u. Kaninchendackel eine eigene Gruppe als sogenannte Kleindackel mit eigenem Stambaum bilden und untereinander gepaart werden dürfen.Diese Kleindackel dürfen gekreuzt werden, aber nur in Ausnahmefällen u. nach zustimmung des Bundeszuchtwartes mit ihren großen Brüdern aus dem Normalschlag. Neben den Haararten Kurzhaar, Rauhhaar, Langhaar und den drei Größen Normal, Zwerg u. Kaninchendackel gibt es die Farbvariationen, die bei den drei Haararten unterschiedlich sind. Den Kurzhaar, gibt es einfarbig in Rot, Rotgelb u. mit mehr oder weniger starker schwarzer Stichelung. Rein rote Farbe ist wertvoller als rotgelb oder gelblich. Zweifarbige Kurzhaardackel sind tiefschwarz oder braun mit rostbraunen oder gelben Abzeichen, auch Brand genannt. Dieser kann sich über den Augen, an den Seiten des Fanges und der Unterlippe, am innern Behangrand, an der Vorderbrust, den Innen u. Hinterseiten der Läufe oder an den Pfoten befinden.Außerdem gibt es den sogenannten Tigerdackel. Er ist eine relativ seltene züchterische Spielart. Sein besonderes Kennzeichen ist eine helle bräunliche bis hellgraue Grundfarbe mit dunklen, unregelmäßigen Flecken, die gleichmäßig verteilt u. nicht zu groß sein sollen. Sein Fell ist also "getigert", daher die Bezeichnung. Bei diesem Dackel soll weder die dunkle noch die helle Farbe vorherrschen. Der Rauhhaardackel ist normalerweise saufarben. Und wer nicht weiß, was saufarben ist, sollte sich einmal Wildschweine ansehen. Die Färbung kann mal etwas heller oder auch ein wenig Dunkler sein. Andere Farben wie Schwarzrot, Dürrlaubfarben, Braun einschließlich der Tigerung sind selten. Die Langhaardackel zeigen sich vorzugsweise in den Farben Rot u. Schwarzrot, wobei für die Roten zuchtmäßig ein tiefes Mahagonirot anzustreben ist u. bei den Schwarzroten der ganze Dackel schwarz, jedoch mit rotem Brand gezeichnet ist. Was unter Brand zu verstehen ist, habe ich ja schon bei den Kurzhaardackeln beschrieben.
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